Fotoblog

Belesen

Auf meinen beiden ersten Myanmarbesuchen war das Internet vor Ort noch eine Rarität. Mir war das egal. Bücher und Zeitschriften waren die Hauptquelle für Informationen und standen bei der Bevölkerung hoch im Kurs. An jeder Ecke gab es Literatur zu kaufen.

Bookshop

Bei diesem Foto wird leider deutlich, daß Film in manchen spontanen Situationen doch an seine Grenzen stößt. Digital hätte man da wohl etwas nachbessern können.

Bookshop 2

Man konnte den Büchern ansehen, daß sie intensiv genutzt wurden. So lange der Einband hielt, fand sich auch ein neuer Besitzer. 🙂

Strassenbibliothek

Die Strasse als Leseecke

Leseecke

Mittlerweile ist das anders. Smartphone, Gmail und Yahoo sind bei der Bevölkerung hoch im Kurs. Das neue Medium wird intensiv genutzt, selbst auf dem Lande hat jedes kleine Nest ein Internetcafe, wo der Strom aus einem Stapel Autobatterien kommt. Und falls jetzt ein Reisender meint, daß dem Land dadurch viel von seiner „Ursprünglichkeit“ (was auch immer damit gemeint ist) genommen wird, dem gehören die Ohren langgezogen. Ich gönne diesen Fortschritt den Leuten.

Advertisements

24 Antworten

  1. Faszinierend.

    11. Januar 2014 um 09:23

  2. Klasse Fotos ! Bücher sind doch einfach schön. Trotz Internet etc. möchte ich sie nicht missen 🙂

    11. Januar 2014 um 09:43

    • Vielen Dank! Ich denke, das Buch wird ebenso wenig verschwinden, wie die Schallplatte. In Myanmar waren es vor allem viel Lehrbücher, die an der Strasse verkauft wurden und besonders begehrt waren. Mittlerweile zieht es die Burmesen diesbezüglich auch gerne in’s Internet. Auch die Kommunikation untereinander ist seit Smartphone und eMail besser. Das Telefonnetz war früher echt grottig.

      11. Januar 2014 um 10:09

  3. WOW! Wer brauch schon einen E-Reader?

    11. Januar 2014 um 09:47

    • Auf Reisen ist der nicht schlecht. Man schleppt nicht mehr so viel Gewicht mit sich rum. 😉

      11. Januar 2014 um 10:12

  4. Also ich lese nun auf meinem iPhone Bücher. Auch mein Reiseführer war digital. Da konnte ich einiges an Gewicht sparen. Dies benötige ich ja für mein Fotoequipment. Auch in Vietnam sind sie fleissig online und Wlan hat meistens super geklappt. Ab und zu war auf unserer Etage kein Empfang auf Grund eines defekten Routers. Aber da gingen wir halt in die Lobby. Ich mag ihnen die digitale Welt gönnen. So können sie mit ihren Angehörigen kommunizieren. Eine Reise käme da oft viel zu teuer. Aber das von den ausgelaugten Büchern kenne ich von hier, immer noch. Gute Literatur wird bei uns so oft weitergereicht bis sie beinahe auseinanderfallen:-)
    wünsche dir ein schönes Weekend, LG Thee

    11. Januar 2014 um 13:17

    • Auf Reisen ist das wirklich eine große Erleichterung. Ich hab u.a. sogar die Bedienungsanleitung meiner Kamera auf dem iPod… 😉 Oft gibt es auch in den Guesthouses eine kleine Bibliothek, dort ließ man dann die Bücher zurück und so konnten sich noch andere damit beschäftigen. Die Kommunikation mit den Angehörigen ist durch’s Internet leichter geworden, da hast du völlig recht. Vor allem in einem Land, wo es vorher so gut wie keinen Telefonanschluss in den Haushalten gab.
      LG kiki

      11. Januar 2014 um 14:34

  5. WoW

    11. Januar 2014 um 13:27

  6. Hi Kiki,
    Bücher haben eine Seele oder wie kann man erklären dass fast jeder ein schönes Buch zu schätzen weiss. Der E-Reader ist dennoch eine feine Sache, vor allem unterwegs. Dass die neuen Technologien in den armen Ländern mehr und mehr an Bedeutung gewinnen gönne auch ich den Leuten gerne. Ich bin allerdings froh dass ich einige (arme) Länder und auch unsere Heimat noch erleben durfte bevor Bits und Bytes in unser und derer Leben eindrangen.
    Mit den Bits und Bytes wird zwar technisch alles besser, doch das analoge hat auch seinen Charme und seinen Platz. Da stört mich das unperfekte in Deinen Fotos überhaupt nicht. Ich begrüsse es sogar :-).
    Liebe Grüsse,
    Gilles

    11. Januar 2014 um 13:45

    • Vielen Dank, Gilles.
      Du hast recht, die Technik schreitet voran und da ist es gut, wenn man sich auf Zeiten besinnen kann, wo es noch ohne ging. Versäumt hat man damals auch nichts, ganz im Gegenteil 😉 Ich bin selber eigentlich ein digitaler Späteinsteiger, daher war es für mich schon recht eindrucksvoll, wie rasant sich selbst in solchen Ländern das Medium Internet durchsetzt, wenn man den Leuten die Möglichkeit eröffnet. Ich vergleiche Bücher gerne mit Schallplatten, beides wird es immer geben. Analog hat Charme und eine gewisse Beständigkeit. Man sollte auch nicht versuchen das eine durch das andere zu ersetzen oder zu vergleichen, sondern sich die Sachen herauspicken die einem Freude bereiten. Perfekt ist beides nicht und ich bin froh, daß ich noch andere Zeiten kennen gelernt habe.
      LG kiki

      11. Januar 2014 um 15:31

  7. Schöne kleine Serie. Da kommt auch die Geschichte dazu grade recht. Ich bin von dieser Art der Zeitreise immer fasziniert. In den 80er Jahren gab es in London ähnliche Läden noch. Ein Freund berichtete mir, die seinen inzwischen verschwunden. Das ist schade. Aber nicht aus nostalgischen Gründen. Es nimmt einem nur die Möglichkeit, zu erleben so ein Buchladen aussieht, riecht, wie die Leute sich da verhalten.

    13. Januar 2014 um 17:41

    • Das stimmt. Heutzutage muß man für sowas wohl ein Antiquariat aufsuchen, obwohl, hier in Bremen gibt es noch ein paar Möglichkeiten. Die großen Buchketten machen denen aber schwer zu schaffen. Dazu noch die eBooks… mal schaun wie es weiter geht.
      LG kiki

      16. Januar 2014 um 21:14

  8. Wahnsinn, diese Bücherberge. In England waren wir in einem Ort, wo es auch nur Bücher gibt. Aber nicht so auf dem Fußboden.
    Aber auch draußen in Regalen und Kisten. Es war bei Hereford.
    Meine Freundin war jetzt in Chiang Mai und sie hat sich auch gewundert, dass es dort Internet gab.

    16. Januar 2014 um 22:29

    • Ich fand, Thailand war schon in früheren Zeiten sehr fortschrittlich in Sachen Internet. Ich bin erst viel später in dieses Medium eingestiegen 😉
      LG kiki

      20. Januar 2014 um 15:43

  9. Sehr beeindruckend, diese Serie. Das ist ein Schatz in unser schnelllebigen Zeit, ein Zeit-Dokument. Toll, dass du es zeigst, auch oder gerade weil analog nicht immer perfekt ist. Hier steht doch die Doku im Vordergrund und nicht die technische Seite. Wären sie technisch-digital perfekt, wären die Bilder vielleicht sogar langweilig. LG, Conny

    20. Januar 2014 um 08:45

    • Vielen lieben Dank Conny.
      Ja, dies ist ein komplett analoges Thema 😉 Aufnahmen wie das zweite Foto ließen mich damals erstmals über eine Digitalkamera nachdenken. Hat dann aber noch 6 Jahre gedauert, bis ich endlich die Hand in die Tasche bekommen habe. 😀
      LG kiki

      20. Januar 2014 um 15:38

  10. Da geht mir als Leseratte dasHerz auf…. Bücher sind etwas wundervolles und auch das digitale Zeugs kann sie mir nicht ersetzen.

    29. Januar 2014 um 08:24

    • Ich glaube auch nicht, daß es hier um Ersatz geht, sondern es ist ein neues Medium dazugekommen. Aus beiden das Nützlichste und Beste für sich selbst herauszusuchen ist wohl die größte Herausforderung. Ein gedrucktes und schön gebundenes Buch bleibt immer etwas besonderes.
      LG kiki

      29. Januar 2014 um 22:10

  11. Wow, das sind echt schöne Bilder! Sie strahlen eine angenehme Art von Ruhe aus. Echt gut getroffen!

    5. Mai 2014 um 20:14

    • Vielen Dank,
      mittlerweile ist es dort auch hektischer geworden. Solche Bilder wird’s bald nicht mehr geben

      6. Mai 2014 um 14:37

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s