Fotoblog

Rund um den Roland

Mich interessiert ja das Thema „street“. Nur irgendwie bekomme ich da keinen Dreh rein. Entweder gehen die Leute in Deckung, wenn sie die dicke Knipse sehen, oder ich bin zu langsam. Meist kommt die Idee, wenn das Motiv schon längst wieder verschwunden ist. Eine zweite Gelegenheit bekommt man selten. So tummel ich mich meistens am Marktplatz herum, wo eh viele Fotografen unterwegs sind. Da falle ich am wenigsten auf. Bin auch da allerdings feige und nutze den Zoom. Macht man aber eigentlich nicht, sondern geht nah ran. Ich sollte einfach mutiger sein, allerdings hab ich auch ein wenig Schiss, daß ich mal eins auf die Fresse kriege.

Also mal einen feigen Versuch mit 105mm. Titel: Der Fotograf und sein Model.

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19 Antworten

  1. Da gibt es dieses Spion objektiv für die DSLR Kameras die haben einen Spiegel mit der man Bilder in einem Winkel von 90 º nehmen kann. Ähnlich wie zum Beispiel U-Boot-Periskopen. Man schaut in eine Richtung fokussiert aber in einen anderen Winkel. Sehen aus wie normale objektive haben aber ein loch an der Seite. Es handelt sich hier um Adapter für verschiedene Objektiv längen. Persönlich glaube ich aber das man damit noch mehr auffällt und rechtlich gibt es auch da ein paar Probleme…viel leichter währ s ja mit einer kompakten Kamera oder dem Smart Phone davor haben die Leute anscheinend nicht soviel angst XD. Tolle Bilder übrigens…

    25. Januar 2014 um 00:03

    • Vielen Dank! 🙂
      Nee, die Periskoplösung ist nichts für mich 😉 Ich denke, ich werde mir irgendwann ein Smartphone zulegen. Zum Üben erst mal nicht schlecht. Da bleiben die Leute komischerweise entspannter, aber gut, ist allemal dezenter, als wenn man durch den Sucher anvisiert wird. Die Rechtslage bei solchen Bildern ist ja irgendwie auch nicht so ganz eindeutig. Mal schaun, ob sich die Herren auf diesen Bildern wieder erkennen.
      LG kiki

      25. Januar 2014 um 00:26

  2. Aus meiner Erfahrung ist es viel leichter wenn man sich einfach traut etwas vorausschauend ist und ein bisschen Menschenkenntnis mit bringt da dürfte einen nichts passieren. Ich hatte da einen Trick einfach mal nur mit der 35mm oder 50 mm linse drauf und los da bleibt dir nichts anderes als dich zu nähern XD

    25. Januar 2014 um 00:52

    • Das ist richtig. 50mm sind ja fast der Klassiker bei dieser Art der Fotografie. Ich hätte auch gerne ein lichtstarkes 35mm, nur wenn ich nicht mutiger werde, kann ich mir diese Linse auch sparen. Mal sehen, wie sich die Sache entwickelt 😉

      25. Januar 2014 um 11:57

  3. Hallo Kiki
    diese Scheu kenne ich. Bin im Ausland wesentlich mutiger, sprich Vietnam oder so. Tja, wie du selber schreibst, eine Lösung ist, ein Zoom zu verwenden und sich irgendwo an einen Bistrotisch zu setzen. Hm.. ich denke auf die Fresse bekommst du nicht so schnell ausser du fotografierst einen Zuhälter oder sonst eine Straftat. Wie oben angesprochen, vielmehr geht es um die rechtliche Grundlage. Beim unteren Bild könntest du ja noch behaupten du wolltest diesen architektonisch schönen Bogen fotografieren und dieser Herr ging und ging nicht weg. Beim oberen Bild würde es schwieriger werden eine plausible Begründung zu finden. Da ist es ziemlich offensichtlich dass du den Herrn geknipst hast.
    Aber zum überlegen ist: wie gross ist die Chance dass er sich selber hier im Internet finder oder einer seiner Bekannten. Ist es so, da denke ich dass er vermutlich zuerst dich anschreibt und bittet das Bild zu löschen.
    Wo es heikel sein kann, das ist bei Kindern. Dies, weil man international so viel hört von all den Entführungen und den pädophilen Sch…
    Da gibt es dann keine Schnappschüsse mehr, vielmehr fragt man die zuständige Begleitperson um Erlaubnis.
    Es ist eigentlich schade denn Street ist äusserst spannend und unglaublich was man alles sieht.
    Vielleicht ziehen wir mal zusammen los und trinken uns vorher Mut an:-D
    schönes, erholsames Weekend wünscht dir Thee

    25. Januar 2014 um 11:28

    • Ist doch komisch, oder? Im Ausland setze ich immer auf den Fremdenbonus, allerdings werde ich auch häufig um ein Foto gebeten, das ist irgendwie einfacher. Bei den Rathausarkaden ist es verhältnismäßig einfach, da die Leute denken, ich knipse die Fresken und gut ist. Da kann man ganz nette Szenen beobachten. Den Herrn fand ich einfach witzig, fragte mich, warum er mit dem Smartphone knipst, wo doch auch eine richtige Kamera am Start ist 😉 Mit Kiddies bin ich sehr vorsichtig, ist aber auch nicht meine bevorzugte Zielgruppe. Mut antrinken? Klar in netter Gesellschaft mit Dir, aber was da anschließend für eine Session bei rumkommt…. Ich muß jetzt schon lachen! 😀
      Was an meiner Knipse wirklich gut funktioniert, ist der „silent mode“. Da hörste nix. Eigentlich eher was für Wildlife, aber „street“ ist ja auch so ähnlich 😉
      Dir auch ein schönes Wochenende
      kiki

      25. Januar 2014 um 12:15

      • Vielleicht kommt im beschwipsten Zustand eine faszinierende Bewegungsunschärfe ins Spiel:-)

        25. Januar 2014 um 17:48

  4. Der Trick auf touristisch belebte Plätze zu gehen erleichtert den Anfang. Das habe ich auch so gemacht 😉 Du wirst dich wundern, je näher du ran gehst um so weniger registrieren die Leute, dass du ein Bild von ihnen machst. Verdächtig ist der, der aus der Entfernung mit Teleobjektiven „Spannerbilder“ macht. Rangehen, Mitschwimmen, Schlendern, Lächeln, Kamera spielerisch in der Hand halten, fließende Bewegungen, mal was durchgehen lassen. So ungefähr. Das ist die Methode. Und mit den Leuten reden, dass dir das gefallen hat grade, was sie da gemacht hätten. Wenn sie sauer sind, weitergehen. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand ausgerastet wäre. Wenn überhaupt mal jemand reagiert, dann eher erstaunt oder heiter. Man steht sich ja gewissermaßen direkt gegenüber und kann gleich miteinander reden. Technisch ist eine DSLR etwas ungünstig. Zu laut, zu offiziell. Es lohnt sich statt eines teuren lichtstarken 35mm Objektivs für dasselbe Geld lieber eine kompakte Kamera zu kaufen. Panasonic LX7 oder eine Olympus Stylus oder eine Ricoh GRD oder eine Nikon 1 J1 oder sowas. Nicht teuer, unauffällig und gut. So. Genug der Belehrung 😉 Zu den Bildern: Das obere Bild ist nicht gut. Man sieht zu wenig vom Gesicht. Man spürt, dass du ängstlich warst. Das untere Bild ist super. Da passt der Teleausschnitt. Die Rahmung durch den Bogen ist gelungen. Das Licht sitzt an der richtiges Stelle und der Typ im Licht deswegen dann auch. Gruß – KUM

    25. Januar 2014 um 13:07

    • Du hast mich durchschaut, ja, ich war ängstlich beim ersten Foto. Ich fand’s witzig, wie er versuchte sein Smartphone in den Kameramodus zu bringen, dazu noch die hochgeschobene Brille. Es wäre besser gewesen ihn leicht frontal zu knipsen, aber ich war zu feige. Das mit dem lichtstarken 35er kam mir in den Sinn, weil es halt meine bevorzugte Brennweite im Urlaub ist, wenn ich mich dort unter die Leute mische. Allerdings hab ich so meine Zweifel ob ich diese Linse wirklich im Gepäck haben möchte. Alles ungelegte Eier, wie man so schön sagt. Als nächstes kommt das Smartphone in’s Haus, damit kann ich auf die Nahdistanz üben und zur Not auch mal telefonieren 😉 und dann schaue ich weiter. Die kleinen Nikons find ich toll oder eine Fuji, hm… ich verdiene einfach zuwenig Geld.
      Schönen Sonntag wünscht Dir
      kiki

      25. Januar 2014 um 23:14

      • Ja, nimm das Smartphone. Unauffälliger geht’s nicht. Und du bekommst ein Gefühl für Situationen … Ach man, sind wir alle klug 😉

        26. Januar 2014 um 13:58

        • Na ja, ich werd damit keine Nikon oder Ricoh ersetzen können. Ist aber das Nächste was bei mir auf dem Wunschzettel steht. Keine Ahnung, ob man da wirklich mit fotografieren kann 😉 Nur Festnetz reicht heutzutage oft nicht mehr, daher der Griff zum Mobiltelefon. Ich muß mich ein wenig an den Zeitgeist anpassen 😉 Es ist mal wieder soweit…
          LG kiki

          26. Januar 2014 um 22:32

  5. KUM hat schon alles richtige gesagt, gehe ruhig auf die Menschen zu, frage sie, oder halte mit einem fragendem Lächeln die Kamera hoch. Du wirst erstaunt sein, wie oft Du ein zustimmendes Gegenlächeln erhältst! Und mehr als einen bösen Blick wirst Du bestimmt nicht erhalten. Die Zahl der Zustimmungen übersteigt aber bei mir die Zahl der bösen Blicke, selbst mit der 700er mit BG drunter und 50er 1,4 oder 80er 1,8. Eine etwas unauffälligere Kamera zum üben ist die Panasonic G6 mit 20er 1,7 und Lautlosauslösung, meine ich. Lichtstark und handlich, leistet sie mir hin und wieder gute Dienste. Ansonsten, einfach auf die Menschen zugehen! Lächeln bricht das Eis!
    Gruß MV

    25. Januar 2014 um 13:49

    • Danke. Ja, ich muß mutiger werden und die Menschen ansprechen. Es tut vielen Szenen gut, wenn die Leute auch in die Kamera schauen, bei manch anderen ist es in dem Moment vorbei. Schwierig. Das ist wohl die größte Übung bei solchen Geschichten, daran scheitert es bei mir.
      LG kiki

      26. Januar 2014 um 00:05

  6. Moin Kiki,
    ich ticke in Sachen Street ähnlich wie Du. Es fasziniert aber irgendwie ist man zu schüchtern nah ran zu gehen. KUM weiss wie es geht und seinem Rat würde ich folgen.
    VG, Gilles

    27. Januar 2014 um 23:29

    • Moin Gilles,
      ja, bei KUM staune ich immer wieder. Es ist kein leichtes Thema, dafür aber umso spannender.
      LG kiki

      28. Januar 2014 um 11:35

  7. Das Wetter sieht aber auch nicht gerade nach Badewetter aus 🙂

    29. Januar 2014 um 08:22

    • Doch! Das war im Hochsommer, da konnte man schon in die Weser springen 🙂

      29. Januar 2014 um 22:05

  8. Elegant model.

    3. Februar 2014 um 17:38

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