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PABUCA- War

Zum PABUCA Thema „War“ gibt’s in meiner Stadt eine Menge zu sehen. In einigen Stadtteilen stehen noch Bunker, die entweder so nach und nach irgendwann abgerissen oder zu sehr teuren Wohnungen umgestaltet werden. Auf jedem Friedhof gibt es Gedenktafeln oder Gräber von Gefallenen und Kriegsopfern, sowie das umstrittene Kriegsdenkmal auf der Altmannshöhe, welches von den Nazis 1935 mit großem Pomp eingeweiht wurde. Der U-Boot Bunker Valentin ist wohl auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Ich muß allerdings gestehen, daß mich zu diesen „Locations“ überhaupt nix hinzog. Sie sind nur ein Resultat dessen, was es eigentlich zu vermeiden gilt, sprich, den Krieg.

Die Friedensdemo.

Wenn man auf solche Banner trifft ist es meistens schon zu spät…

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Mobilmachung.

Flinten-Uschi möchte die Bundeswehr ja familienfreundlicher machen. Flexiblere Arbeitszeiten, Frauenquote und nur ab und zu mal in’s Ausland.

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Stadtguerillia.

Ein paar Farbkugeln und schon wird ein ernstes Thema zum Freizeitspass.

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19 Antworten

  1. Ich denke das Problem mit dem Krieg ist das predigen von Frieden. Krieg hat eine Ursache, sie gilt es zu erkennen und zu wandeln. Keine einfaches Gelingen, denn wie sagte Deep Throat den Journalisten der Washington Post, folge der Spur des Geldes und die führt zu jedem von uns.

    2. September 2014 um 08:52

    • Da hast du recht. Es ist allerdings nicht leicht immer die Ursache zu erkennen, da vieles im verborgenen passiert und die Öffentlichkeit mit Propaganda an der Nase herumgeführt wird. Dazu noch die Eigenart des Menschen alles unangenehme einfach auszublenden. Geld ist das eigentliche Grundübel, denn damit kann man ganze Staaten auch ohne eine einzige Bombe ihrer Ressourcen berauben und unterjochen. Das besorgen heute IWF und Co. diskret im Hintergrund.

      2. September 2014 um 17:59

  2. Flinten Uschi !!! 😆 😆 Zu geil.
    Erfreuen sich ja da scheinbar regem Zuspruch die Kameraden von Propagandaabteilung… 😀 wenn ich schon lese: Karriere…

    Aber auch die Mahnwache hat keinen allzu regen Zuspruch wir mir scheint …

    Besser die Leute reagieren sich mit Knarren beim Paintball ab, als anderswo !

    Gruß
    Stefan

    2. September 2014 um 10:02

    • Es war ein Tag, wo am Marktplatz verschiedene Betriebe kleine Informationsstände aufgebaut hatten um Schulabgänger in der Berufswahl zu beraten. Da es zum Glück keine Wehrpflicht mehr gibt, muß die Bundeswehr nun auch auf solche Art den Nachwuchs umwerben. Wie sie das machen entzieht sich meiner Kenntnis, da ich um den Stand einen weiten Bogen machte und zum Zoom gegriffen habe 😉 Die Mahnwache sollte als Beispiel dienen, wie nebensächlich das Thema von einigen heute betrachtet wird. Ernsthaft wahrgenommen wird es wohl erst, wenn das Gas abgedreht wird… Paintball ist so eine Sache für sich, Schach ist vielen wohl zu kompliziert und Zinnsoldaten haben den Zeitgeist nicht überlebt. Heute ist Action gefragt.
      LG kiki

      2. September 2014 um 18:08

  3. Flinten-Uschi… 🙂 Herrlich… (Man kann doch den Kurden Waffen auch vanderleyen, oder?)
    Dein Beitrag macht sehr nachdenklich. Und das ist das Beste, was passieren kann, oder? Danke!
    Lg,
    Werner

    2. September 2014 um 10:04

    • Vielen lieben Dank Werner
      Ich wollte versuchen den Krieg so darzustellen, wie er von uns im Alltag wahrgenommen wird. Eben nicht offensichtlich, eher als eine Art Randerscheinung, was die Sache aber erst recht gefährlich macht. Die Gedanken zu diesem Thema sollten erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.
      LG kiki

      2. September 2014 um 18:14

  4. Echt klasse dargestellt wo und wie Aspekte des Krieges in unserem Alltag zu finden sind ohne auch nur einen Grabstein oder Mahnmal zu fotografieren. Mir gefällt auch, dass sich jedes Bild dem Thema auf seine ganz eigene Art und Weise nähert.

    LG, Markus

    2. September 2014 um 13:02

    • Vielen lieben Dank Markus.
      genau das wollte ich damit bezwecken. Wie zeigt sich der Krieg vor unserer Haustür und nehmen wir ihn überhaupt als solches wahr. Es war ein Experiment, es eher beiläufig und unauffällig zu zeigen. Die Bedrohung sollte unsichtbar bleiben.
      Lg kiki

      2. September 2014 um 18:18

  5. Ohh, das Karriere-Mobil der Bundeswehr parkt ja direkt vor einer Kirche.

    2. September 2014 um 13:12

    • Ja, ich mußte sofort an Kreuzzüge denken.

      2. September 2014 um 18:18

  6. Klasse Bilder. Mahnwache für den Frieden vor einer Bank. Das passt ins Weltbild. Krieg + Geld ist schlecht für den Frieden und die Gerechtigkeit. Das ist spätestens seit den 60er Jahrens des vergangenen Jahrhunderts so, wenn ich mir die Mahnwächter da so ansehe. Der Bundeswehr Truck vor der Kirche passt in KEIN Weltbild. Um so besser. Bundeswehrsoldaten gehören in unserer Gesellschaft. Warum sollten sie da nicht vor einer Kirche für ihren Beruf werben dürfen? Unübertroffen ist dagegen der Zynismus dieser Paintballsache. „Ein paar Farbkugeln und schon wird ein ernstes Thema zum Freizeitspass“ … von Erwachsene. Ganz schön kaputt eigentlich, oder? Gruß – KUM

    2. September 2014 um 16:56

    • Vielen Dank KUM.
      Es ist, wie so oft, der berühmte Zufall, daß hier eine Bank und Kirche im Hintergrund erscheinen. Geld war schon immer der Motor für den Krieg und heute ist mit Spekulationen an den Weltbörsen ein neuer Kriegsschauplatz dazu gekommen. Es braucht keine Bomben mehr, wenn es um Ressourcen und Ausbeutung geht. Daher ist es auch ein sehr vielschichtiges Foto geworden. Einerseits wird man auf das Schicksal der leidenden Bevölkerung aufmerksam gemacht, aber das Unheil lauert schon im Hintergrund. Das es nur ein paar Leute mit Transparenten zu sehen gibt, zeigt es auch etwas von der derzeitigen Hilflosigkeit in diesen Dingen.Bei der Kirche mußte ich an die Kreuzzüge denken, deren Auswirkungen immer noch die Gegenwart prägen. Religion war neben dem Geld schon immer ein gutes Mittel wenn es um die Beherrschung der Masse ging. Paintball ist so ein ganz anderes Thema. Krieg als Spass, nun ja, wer’s braucht. Lieber dort Dampf ablassen als anderswo.
      LG kiki

      2. September 2014 um 18:32

      • Ach Kiki, „Religion war neben dem Geld schon immer ein gutes Mittel wenn es um die Beherrschung der Masse ging.“ In dieser knappen Form habe ich das schon lange nicht mehr gelesen. Das ist Marxismus-Leninismus pur … Kleiner Tipp: Solltest Du jemals in Verlegenheit kommen, Massen beherrschen zu müssen, dann gib ihnen keine Religion und auch kein Geld! Halte sie dumm, das ist das beste was man als Diktator tun kann. Religion regt nur zum Nachdenken an und vom Geld kaufen sich die Leute Bücher. Aus Diktatorensicht schlecht. Also besser keine Religion und auch kein Geld unter die Massen bringen, das untegräbt die Autorität. Ist eine historische Erfahrung. Nicht von mir natürlich 😉 Gruß – KUM

        3. September 2014 um 16:47

        • Oh Mann, dabei hab ich solche Literatur noch nicht einmal in der Hand gehabt. Es sind einfach nur meine kleinen, stillen Beobachtungen die sich in meinem Hirn dann zu gewissen Ansichten über verschiedene Dinge im Alltag formen. Die Menschen glauben an die Macht des Geldes, kaufen Aktien und scheren sich nicht darum, wie sie zu ihrer Dividende kommen. Je mehr Kriegsgerät verkauft wird, umso höher die Ausschüttung am Jahresende, das nur so als Beispiel. Wenn man die Religion aus ihrer Geschichte heraus betrachtet, geschah auch dort einiges, weil die Leute einfach dumm gehalten wurden. Als endlich mal nachgedacht wurde, gab’s gleich wieder Krieg. Dann auch gerne gleich für 30 Jahre.
          Diktator möcht ich nicht sein, das ist mir zu anstrengend. 😀
          LG kiki

          3. September 2014 um 18:04

  7. Toll umgesetzt Kiki
    Trauriges Thema! Und erneut überall auf der Welt wüten sie wieder. Manchmal kann ich die Tagesschau gar nicht gucken, es macht mich wütend und traurig. Die Menschheit lernt nichts, aber auch gar nichts. Sind wir denn so doof???

    So, morgen noch ziemlich Stress mit packen, putzen, Pflanzen giessen und und und. Dann ab in den Flieger. Hoffe ich komme in Istanbul zur Ruhe. Touristenführerin spielen hier ist stressig 😀
    Aber Istanbul empfängt uns mit 30 °, nicht schlecht.

    Liebe Grüsse und eine gute Zeit bis irgendwann.Thee

    2. September 2014 um 20:10

    • Hallo Thee,
      vielen Dank für deinen Zuspruch. Man könnte wirklich meinen, daß die Menschen nichts aus ihren Fehlern lernen. Ich denke aber, man lernt aus der Geschichte (wenn man sich dafür interessiert) und bekommt dadurch die Möglichkeit, vieles in der heutigen Zeit differenzierter zu hinterfragen. Auch in Istanbul herrschte vor gar nicht langer Zeit viel Gewalt auf der Strasse. Dazu noch eine äußerst interessante Stadtgeschichte über mehr als 2 Jahrtausende, wo auch der Krieg immer wieder eine Rolle spielte. Das ist äußerst lehrreich. Erhol dich gut und komm gesund wieder.
      LG kiki

      3. September 2014 um 18:37

  8. Moin Kiki, da steckt hinter jedem Bild eine tiefere Botschaft und das macht die Serie so richtig rund. „Flinten-Uschi“ habe ich auch noch nicht gehört :-D. Deine Skepsis dem Paintball gegenüber teile ich. Das erste Bild gefällt mir aber mit Abstand am besten, weil es mich berührt (diese alten Menschen sprechen aus Lebensweisheit heraus), wütend macht (warum nur eine Handvoll Leute?) und auch beschämt (warum nicht ich?).
    LG, Conny

    3. September 2014 um 16:39

    • Ja, es waren wirklich nur eine Handvoll Leute, die auf Schicksale aufmerksam machten, welche direkt vor unserer Haustür passieren. Die Ukraine ist nicht weit und der Asylbewerber hierzulande kann oft ebenso grausame Erfahrungen schildern. Sie hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, auch von mir.
      LG kiki

      3. September 2014 um 18:18

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