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PABUCA- History

Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte. In Bremen gibt es viel zu entdecken. Oft sind es nur kleine Details wie ein Spuckstein 😉 und manches hat es bis zum Weltkultuererbe gebracht. 🙂  Was liegt denn dazwischen? Also bin ich für das PABUCA Thema „History“ auf Spurensuche gegangen.

EIN GETEILTES LAND

Ist zum Glück Geschichte, auch wenn dies bei manchen Dumpfbacken hierzulande im Kopf immer noch nicht angekommen ist. An der Fassade des deutschen Hauses erinnert eine Gedenktafel an die Teilung des Landes. Sie wurde auf Wunsch des Bürgermeisters Wilhelm Kaisen 1955 an die Fassade angebracht. Nach der Wiedervereinigung gab es eine Diskussion, ob man den Spruch entfernen sollte, ebenso wurde die rein männliche Form des Wortes Brüder moniert. Das war aber aus rein rechtlichen Gründen so nicht möglich, da der Spruch mit im Grundbuch eingetragen ist und somit als Bestandteil des Gebäudes zählt. So bleibt es als historisches Dokument halt dort, wo ich es abgelichtet habe 😉 Es ist nicht unbedingt ein vielfotografiertes Motiv, sondern taucht meistens zufällig im Hintergrund von typischen Touristenfotos auf. Im März 2011 wurde die Inschrift für ein Jahr an des „Haus der Geschichte“ in Bonn verliehen.

O87A9400 Kopie

 

DAS HOCHZEITSHAUS

Etwas im Schnoor versteckt befindet sich das noch einzig existierende Hochzeitshaus in Bremen. Die Geschichte der Hochzeitshäuser entstammt aus dem Mittelalter. Wer im Dom heiraten wollte, mußte einen Wohnsitz in Bremen nachweisen. So entstand eine Tradition, Wohnungen an Paare zu vermieten, die nur zum Heiraten in der Stadt waren. Da damals der Wohnraum in der Stadt äußerst beengt war, wichen auch Städter, die es sich leisten konnten, auf die Hochzeithäuser aus um dort ihre Hochzeitsfeier ausrichten zu können.

O87A9362 Kopie

 

HOCHWASSER

Ganz versteckt an der Wand des Concordenhauses im Schnoor erinnert eine Marke an die Flut von 1881. Damals standen ca. 36000 Hektar Land unter Wasser.

O87A1640

 

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18 Antworten

  1. Liebe Kiki. Dann bin ich mal so frei und gebe gleich mal dein Kompliment an Christian (Hoffotograf des Bonner Hauses der Geschichte) an dich weiter: Wenn die Stadt Bremen mal einen Fotograf für Stadtgeschichte sucht, sollen sie dich einstellen !!! Damit ist dieser Kreis deiner Geschichte auch auf schöne Weise geschlossen. 🙂

    Generell hast du hier auf ganz tolle Weise schöne Geschichten aus Bremen mit super tollen Fotos verwoben. Absolut rund! Super Bildkomposition im ersten. Tolle Perspektive im zweiten und herrliches Licht und Schatten im dritten.

    Witzig auch, das deine Geschichte auch den Aspekt Hochzeit aufgreift. Irgendwie scheinen alle unsere Geschichten miteinander verwoben zu sein.

    21. Oktober 2014 um 10:05

    • Hallo Markus,
      genau deswegen mußte ich auch innerlich schmunzeln, als ich dein Bild vom Standesamt betrachtet habe.
      LG kiki

      21. Oktober 2014 um 20:26

  2. Hi Kiki
    vielen Dank für die Geschichtslektion, man lernt nie aus. Hierzulande ist Bremen ja nicht wirklich als Touristenhochburg bekannt. Aber da sieht man mal wieder, was nicht so bekannte Städte zu bieten haben. Ich finde auch, niemals vergessen! Und das Hochzeitshaus ist ja so was von witzig !
    Eine schöne, spannende Zusammenstellung von wichtigen, historischen Ereignissen, LG Thee

    21. Oktober 2014 um 10:23

    • Hallo Thee,
      Bremen ist auch keine Touristenhochburg. Wird auch keine. Das Weltkulturerbe hat einen kleinen Schub gebracht, es sind aber eher Skandinavier und Holländer, die zum günstigen Einkauf hier herkommen. Die Ryan Air bedient den Bremer Flughafen, das sorgt auch für einigen Zustrom.
      LG kiki

      21. Oktober 2014 um 20:30

  3. tolle Bilder mit grossem Hintergrund……..

    21. Oktober 2014 um 11:00

  4. Sehr schönen Querschnitt. Ich mag den Spruch dort an dem Haus und habe mich bei meinen Besuchen in Bremen schon öfters gefragt, warum es dort steht und wer es zu verantworten hat…. Danke, für die Antworten 🙂
    Lg,
    Werner

    21. Oktober 2014 um 12:59

    • Vielen Dank Werner
      Den Spruch kennen viele, aber er wird von den meisten nur am Rande wahrgenommen. Er kommt oft ein wenig zu kurz, da das Rathaus und der Dom die Blicke der Besucher beschäftigt. Das heutige Thema war einfach eine gute Gelegenheit auch etwas darüber zu schreiben.
      LG kiki

      21. Oktober 2014 um 20:36

  5. Das erste ist cool. Das mit dem Hochzeitshaus kenne ich auch aus Amberg. Nennt sich da Eh’Häusl. Schmal wie ein Handtuch, da man einfach die Lücke zwischen zwei Häusern geschlossen hat und heute ein Hotel für genau 2 Gäste 😉
    Gruß
    Stefan

    21. Oktober 2014 um 18:53

    • Moin Stefan,
      es scheint diese Tradition auch in anderen Städten gegeben zu haben. Das Bremer Häuschen ist auch echt klein, man muß sich schon ein wenig auskennen, wenn man es auf Anhieb finden möchte. Hier wird auch immer nur ein Paar einquartiert. Man muß lange im Voraus buchen.
      LG kiki

      21. Oktober 2014 um 20:39

  6. Hi Kiki, wenn du mit Pabuca durch bist, kannst du als Fremdenführerin in Bremen anfangen oder suchst dir die nächste Stadt :-). Was du alles weißt und findest…. Was für ein Quatsch, den Wortlaut einer historischen Tafel im Nachhinein ändern zu wollen…. LG, Conny

    21. Oktober 2014 um 19:19

    • Moin, Moin Conny,
      PABUCA sorgt dafür, daß ich einen neuen Bildungsschub bzgl. meiner Heimat bekomme. 😀 Ich find’s auch gut, daß der Spruch so bleibt, wo er ist. Die Teilung hat schließlich ein paar Generationen geprägt.
      LG kiki

      21. Oktober 2014 um 20:43

  7. die idee mit der schrift finde ich super. aus fotografischer sicht mag ich das erste am liebsten, aus geschichtlicher das zweite 🙂 wie es bei diesem hochwasser war, möchte man sich gar nicht vorstellen.

    22. Oktober 2014 um 08:03

    • Viele lieben Dank.
      Ich bin auch froh, daß ich hier noch kein Hochwasser erlebt habe. Das Hochzeitshaus ist echt toll und sehr lange im Voraus ausgebucht 😉
      LG kiki

      22. Oktober 2014 um 19:53

      • das kann ich mir gut vorstellen – etwas mit so langer tradition ist sicher schön um selbst dort zu feiern!

        23. Oktober 2014 um 07:28

  8. Hut ab vor Herrn Kaisen! Danke Kiki, dass Du das mal dokumentiert hast. 1955. Da war der Aufstand vom 17. Juni 1953 schon durch und der Mauerbau stand noch bevor. In den 80ern konnte sich dann niemand mehr die Deutsche Einheit vorstellen. Kaisen war da schon schlauer gewesen. Gruß – KUM

    22. Oktober 2014 um 16:26

    • Ich frag mich, ob Herr Kaisen sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen konnte, daß 6 Jahre später eine Mauer das Land teilt. Zumindest hat er über den Tellerrand geschaut. Die heutige Politik ist da häufig etwas kurzsichtiger.
      LG kiki

      22. Oktober 2014 um 20:20

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