Fotoblog

Infrarot 2

Heute war es sonnig, also ging es mit dem Fahrrad durch’s Blockland. Die Landschaft dort erstrahlt in saftigem Grün, da sollte doch endlich mal was mit dem Infrarotfilter gehen. Ich hab mir einen neuen Filter gekauft, weil ich jetzt auch das kleine 17-40mm Weitwinkelzoom ausprobieren wollte. Am Makro Planar nervten mich die teilweise recht deutlichen Randabschattungen, also kam jetzt noch ein 77mm Heliopan in’s Haus. Ist auch die Slim Variante, obwohl der Filter diesbezüglich nicht extra gekennzeichnet war.

Über das 17-40 gibt es geteilte Meinungen, ob es denn IR tauglich ist, meins zeigt jedenfalls keinen Hotspot. Auch sind die Randabschattungen viel geringer als befürchtet, Weitwinkel und Filter sind ja oft so eine Sache für sich. 😉

Was mir allerdings zu schaffen macht ist die anschließende Bildbearbeitung. Dieser RAW Konverter mit dem Kanalmixer und der anschließende Neuimport nach Lightroom sind etwas umständlich. Außerdem kann der neue Konverter nur Englisch, das macht es auch nicht gerade einfacher. Aber gut, mann fummelt sich so durch… 😉

Was ich von meinen Ergebnissen halten soll, weiß ich selber nicht. Man sieht natürlich durch den Falschfarbeneffekt, daß es ein IR-Foto ist, da will ich nicht meckern, ich wollte aber auch der s/w Version eine Chance geben und hier hab ich das Gefühl, das der IR Effekt irgendwie nicht so richtig sichtbar ist. Blöd wie ich bin, hab ich natürlich kein Bild ohne Filter geschossen, dann hätte man in der s/w Konvertierung die Aufnahmen einfach vergleichen können und gut.

Aber egal, ich zeig einfach beide Varianten, dann kann der Betrachter selbst entscheiden.

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Wasser war mir diesmal wichtig, wollte einfach wissen, wie sich das mit den Reflektionen so macht. Hier kamen dann auch die 17mm zum Einsatz.

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Ein letzter Versuch an der Wiese, wieder mit 17mm. Mit dem Schatten am Rand kann ich leben, notfalls kann man das auch wegschneiden. Bei s/w wär’s mir sowieso egal. Hab’s mir schlimmer vorgestellt, besser als beim Makro Planar ist es auf alle Fälle.

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Im letzten Bild sieht man recht deutlich die Bewegungsunschärfe im Vordergrund. Belichtungszeiten waren 10-13 sek. Warum so lange bei Sonnenschein? Weil ich dusselige Kuh mit ISO 100 am werkeln war. Naja, beim nächsten Mal werd ich vielleicht dran denken…

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48 Antworten

  1. Die S/W Bilder sehen mehr nach „normalen“ Bildern aus. Persönlich finde ich nicht, dass man da erkennen kann, dass die Originale IR – Bilder waren.
    Sind die IR – Bilder tatsächlich so hell oder hast du da nachgearbeitet?

    29. Juni 2015 um 22:13

    • Ich bin bei s/w auch ziemich unschlüssig, hatte mir da doch etwas mehr „Kälte“ erhofft. Die Bilder sind allerdings alle so hell, hab teilweise sogar etwas abgedunkelt.

      29. Juni 2015 um 22:18

      • Kälte bei den S/W – Bildern passt gut. Da hätte was rüber kommen sollen.
        Ich hätte echt vermutet, die wären etwas dunkler… so kann man sich irren. Mein letzter IR – Versuch ist 30 Jahre her… da fehlt mir irgendwie die Erinnerung daran 😉

        29. Juni 2015 um 22:20

      • Es ist mein 2. Versuch. Irgendwie muß man anders auf’s Licht achten. Ist nur blöd, wenn man etwas fotografieren möchte, was man eigentlich nicht sieht. Das Kameradisplay kannste bei Sonnenschein sowieso vergessen.

        29. Juni 2015 um 22:28

        • Ich denke, IR passt besser in die frühen Morgenstunden oder in die Abenddämmerung…

          29. Juni 2015 um 22:29

          • Gut, Abends wäre ja zu schaffen, aber am frühen Morgen… 😉

            29. Juni 2015 um 22:31

            • Schläfst du zu lange? 😀
              Es gibt ja auch Urlaub, wo man früh raus könnte…
              Weißt ja, „der frühe Wurm kann mich mal“ 😆

              29. Juni 2015 um 22:32

              • Solch einen Urlaub kenne ich nicht 😀

                29. Juni 2015 um 22:35

                • Wann stehst du denn auf?? 😉

                  29. Juni 2015 um 22:56

                  • Unterschiedlich. Bin Schichtarbeiter, da wirste auf Dauer eh gaga…

                    11. Juli 2015 um 21:20

                    • Ich mache seit 30 Jahren Schicht… da kenne ich mich aus 😉

                      11. Juli 2015 um 21:58

                • Langschläfer…

                  30. Juni 2015 um 07:15

                • Langschläfer… 😉

                  30. Juni 2015 um 15:20

  2. Cool, die Idee mit dem IR Filter. Wenn ich mir deine Ergebnisse so ansehe, sollte ich auch mal darüber nachdenken, so etwas auszuprobieren.

    Viele Grüße,
    Auri
    http://aurigraphy.wordpress.com

    30. Juni 2015 um 09:56

    • Mußt dich aber beeilen. IR Fotografie ist etwas, was man am besten im Frühling und Sommer macht.

      30. Juni 2015 um 10:23

      • Ah verdammt, dann wird das vermutlich nichts mehr. Bin bald aus beruflichen Gründen erst einmal bis zum nächsten Frühjahr weg und habe noch so viel zu tun bis dahin :/

        Aber danke für den Tipp! Ich hoffe, bis zur nächsten Saison habe ich das nicht alles wieder vergessen 😀

        30. Juni 2015 um 10:59

  3. eigentlich gefallen mir die s/w besser. Was heisst besser gefallen, die ersten beiden farbigen wirken sehr agressiv auf mich, was ja ein Foto nicht schlecht macht. Das dritte frabige allerdings hat eine harmonische Agression, die eine sehr spannende Geschichte erzaehlt!
    LG, Markus

    30. Juni 2015 um 12:34

    • Moin Markus,
      mich macht der Kanalmixer aggro. 😀 Es bedarf noch viel Übung in diesen Sachen. Wer nölt, daß ihm die Natur zu grün ist, muß halt Beweise liefern 😉 Unter diesem Motto bin ich gestern in’s Blockland gefahren. Ich hoffe, ich bekomme noch eine Gelegenheit dies zu einer späteren Tageszeit wiederholen zu können. Dann haben zwar im Anschluß die Biergärten schon geschlossen, aber das muß ich dann aushalten können 😉
      LG kiki

      30. Juni 2015 um 19:19

      • Ganz ehrlich? Also, auch ich finde die SW Bilder wesentlich gelungener. Das zweite ist großartig. Das dritte hat seinen Charme durch die weniger konvetionelle Komposition. Leider haut die Wolke nach oben etwas ab. Das zerrt am Blick und schmeißt einen schneller aus dem Bild als mir lieb ist. Die IR-Geschichten finde ich irgendwie unnötig. Aber das liegt daran, dass ich nie kapiert habe, was an IR so interessant ist 😉 Genauso wie der Solarisationseffekt früher in der Dunkelkammer. Hab‘ ich auch nie begriffen, wass daran toll sein soll… Gruß – KUM

        30. Juni 2015 um 19:43

        • Die Wolke haut ab, weil ich lange belichten mußte. 😀 Ich war erfreut, daß es kaum Vignette gab. 17mm und Filter ist oft etwas heikel. Zu analoger Zeit war IR Fotografie wohl ausschließlich s/w, ich meine der Falschfarbeneffekt kam erst mit der Digitalen zustande. Kann mich aber auch irren. Ich will den Wood Effekt suchen und wenn es jetzt nicht klappt, dann eben im nächsten Jahr 😀 Allerdings ist mir nicht danach, eine Digitalkamera umbauen zu lassen. Ich denke, das wird eine Spielerei für zwischendurch bleiben. Zumindest sage ich das jetzt.
          LG kiki

          30. Juni 2015 um 20:07

          • Ich finde das ja gut, dass du dich so intensiv mit dieser Linsen- und IR-Sache beschäftigst. Ist eben Fotografie in einem eigentlichen Sinne. Lichtmalerei und seine technischen Bedingungen. Wofür ist IR eigentlich mal gedacht gewesen zu analogen Zeiten?

            1. Juli 2015 um 13:24

            • Wie so oft waren es militärische Zwecke. IR machte es möglich, trotz Dunst, sehr gute Luftbildaufnahmen zu erstellen. Außerdem konnte man sehr gut zwischen grüner Tarnung und echter Vegetation unterscheiden.

              1. Juli 2015 um 19:51

              • Ach so? Das ist ja mal interessant. Du spielst hier gewissermaßen mit einer Waffe 😉 Was machst du, wenn du auf deinen Aufnahmen nachträglich plötzlich einen Panzer entdeckst? … 🙂 Nein nein. Ich verstehe jetzt, warum IR hauptsächlich in der Landschaftsfotografie eingesetzt wird. Kein Dunst und fluffiges Weißgrau, wo sonst eher plattes Grün ist.

                2. Juli 2015 um 09:46

      • ..klar, das müssen die Biergärten wohl aushalten müssen!
        Ist das echt so heftig mit dem Mixer? Habe eigentlich sonst nur einige s/w IR von Conny und dir gesehen. Ausser die Farb-IR die du mal gepostet hast.
        LG, Markus

        30. Juni 2015 um 23:49

        • Naja, ich bin bei der Bildbearbeitung nicht sonderlich geschickt. Nachdem die Farbkanäle getauscht wurden, funktionieren die Farbregler in Lightroom irgendwie anders. Echt merkwürdig, kann man schlecht erklären.
          LG kiki

          30. Juni 2015 um 23:56

          • …du kannst aber oben auch umschalten: Farbton, Sättigung, Lichtstärke.

            1. Juli 2015 um 00:21

            • Der Farbeindruck ist ein anderer. Rot und Blau regieren anders, als man dies in „normalen“ Bildern erwartet. Ich nutze hier auch oft eher die RGB Kanäle des Kameraprofils. Das Feintuning erledigen dann der Weißabgleich und die von Dir beschriebenen Farbkanäle. Aber schiebste dann an einem, kommt oft ein nicht erwünschter Nebeneffekt dazu. Zum Haare raufen! Sei froh, daß Du keine hast 😉
              LG kiki

              1. Juli 2015 um 20:17

              • …ja was meinst du denn, wo das mit meiner Pläte herkommt?! FARBKANÄLE! …ey, ich war früher mal der blonde BoneyM! 😀

                1. Juli 2015 um 20:39

  4. Ich hab zwar keine Ahnung von IR Photographie die ersten versuche überzeugen mich aber sehr. Klasse. Was ich bei deinen zweiten Bild sehen kann ist das es einen sehr großen Unterschied macht, ob ein Baum von der Sonne beschienen wird oder im Schatten liegt. Dieser Unterschied kann sogar so groß sein, daß er fast die gesamte Spanne von weiß bis tiefem Dunkelgrau umfaßt. Grasflächen hingegen wirken im direkten Sonnenlicht wie eine ziemlich konturlose fläche, im Schatten sind sie meist grau. Da find ich den See oder Fluss sehr passend. Wasser tendiert dazu, sehr dunkel bis fast schwarz wiedergegeben zu werden fast so wie der Himmel je nach Lichteinfallswinkel und Sonnenstand wird der Himmel sehr dramatisch bis schwarz das gefällt mir auch.. Ein tipp vielleicht lohnt es sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen und systematisch zu experimentieren heisst: Seitenlicht und Gegenlicht, Frontal auftreffendes Licht, Licht, Licht, Licht… auszuprobieren. Ach ja wie war das doch gleich was reflektiert was im Infrarot-Frequenzbereich… ;P Alles Gute und viel Spass ;P

    30. Juni 2015 um 14:37

    • Moin Alberto,
      ich hab auch keine Ahnung davon, aber ich probiere es jetzt einfach aus 😀 Mir war das Wasser im Bild wichtig, damit ich nicht nur eine grüne Fläche mit Himmel auf’s Bild bringe, das wollte ich mit dem Falschfarbeneffekt jetzt einfach mal für mich ausprobieren. Du hast recht, nur grüne konturlose Flächen können oft nur weiß und matschig wirken, da muß noch etwas anderes in’s Bild. Beim 2. Bild knallte die Sonne von schräg oben, also fast Gegenlicht, das wollte ich ausprobieren. Allerdings ist dadurch das Blätterwerk ziemlich schattig und der Wood Effekt stellt sich nicht wie gewünscht ein. Es braucht viel Erfahrung, um ein Licht einschätzen zu können, was man eigentlich nicht sieht. Ich bin wohl auch zu früh auf Tour gegangen. Am späten Nachmittag ist der IR Anteil im Sonnenlicht höher, hätte warten sollen. Allerdings rennt mir auch ein wenig die Zeit davon. Je länger der Sommer, desto weniger Chlorophyll. Blöd, daß solche Experimente an bestimmte Jahreszeiten gekoppelt sind 😉
      LG kiki

      30. Juni 2015 um 19:10

      • Moin Kiki,

        Wood Effekt? …google ich mal… moment… XD ach so… ok… trotzdem interesante bilder ;D alles gute und viel spass!!!

        2. Juli 2015 um 17:05

  5. Ich bewundere Dich ja immer für Deine ganzen Experimente.
    Habe ich einfach keinen Nerv für sowas 😀 😉
    Zumal IR so gar nichts für mich ist. 😉
    Finde die SW-Varianten persönlich aber irgendwie deutlich spannender.

    Gruß
    Stefan

    30. Juni 2015 um 17:48

    • Moin Stefan,
      bei Deinem Thema ist ein IR Filter auch nutzlos. Was sich aus Deinem Fotopool anbieten würde, wäre „Die Brücke“. Eisiges Blattgrün durch Wood Effekt, mit fast schwarzem Himmel. Das wär cool! Ich hätt’s in meinen s/w Varianten gerne deutlicher dargestellt, aber mal wieder kläglich versagt 😀 Schade, daß Du beim PABUCA Treff nicht dabei sein konntest. Hätte mir gerne bei Dir abgeschaut wie man mit Linien und Winkeln umzugehen hat. Als Ausgleich hättste mit dem Lensbaby spielen dürfen 😉
      LG kiki

      30. Juni 2015 um 19:37

      • Das ärgert mich noch immer Kiki !
        Aber evtl ergibt sich noch einmal die Gelegenheit. Und dann tüfteln wir zwei mal so richtig rum ! 😀 😉
        Ach ja:
        Nix versagt !
        Gruß
        Stefan

        1. Juli 2015 um 21:48

  6. Ich finde beide Varianten schön. Die farbige IR-Variante gefällt mir aber noch einen Tick besser. Super.

    30. Juni 2015 um 21:24

    • Vielen lieben Dank, Violettinia 🙂
      Die farbige Variante ist natürlich deutlich surrealer. Danke für Deinen Zuspruch.
      LG kiki

      3. Juli 2015 um 23:24

  7. Wow, ich finde auf den ersten Blick zwar die farbigen Varianten interessanter, wohl, weil einfach wegen der ungewohnten Farben. Aber auf den zweiten Blick haben die s/w-Versionen viel mehr Tiefe, vor allem 1+3, auf denen mir auch die Komposition sehr gut gefällt.

    Filter druff und tolle IR-Bilder machen – so einfach ist das leider nicht, jedenfalls nicht mit einer normalen DSLR 😦 Klappt es bei dir mit dem Messen des WB? Also dem Einmessen mit aufgeschraubtem Filter auf Gras oder anderes? Ich krieg Pickel, habe heute eine Stunde lang probiert und es geht einfach nicht mit Filter, egal wie kurz oder lang ich die Zeit wähle, ohne ist es kein Problem, so ganz doof stelle ich mich nicht an :-D. Kriegst du das hin?
    Schön, dass du kein Hotspot-Problem hast. Ich habe gerade noch mal getestet und habe es bei jedem Objektiv, jeder Kamera. Vielleicht ist der Haida Schuld?
    Schön, dass ich hier ein bisschen luschern kann ;-).
    LG, Conny

    8. Juli 2015 um 17:18

    • Moin Moin Conny,
      Infrarot ist auch für mich etwas völlig neues. Um an den gewünschten Effekt zu kommen, muß ich irgendwie anders auf’s Licht schauen. Das wird noch viele Übungsstunden brauchen. Den WB an der Kamera durchzuführen ist bei mir kein Problem. Das funktioniert allerdings bei jedem Hersteller auch etwas anders. Ich mache ein rotes Filterbild, pfleg das manuell als Kelvinwert ein und gut. Anschließend wirken die darauffolgenden Aufnahmen schon schön eisig. 😉
      Belichtungszeit muß ich schätzen, das geht aber mittlerweile ganz gut. Was mir an Infrarot gefällt, ist auch die Tatsache, das der Dunst in der Landschaft verschwindet. Immer einen klaren Blick. Bei der anschließenden Bildbearbeitung ist allerdings etwas anders. Der RAW Konverter ist nicht mein bester Freund 😀
      LG kiki

      9. Juli 2015 um 09:25

      • Moin Kiki!
        Du meinst, Filter drauf, Bild machen (bzw. einlesen) und dann als manuelle Vorgabe einspeisen? Fein, das geht bei mir ohne Filter prima, mit Filter keine Chance „no gd“ meckert meine Kamera. Oder verstehe ich dich falsch? LR kann den WB ja nur auf 2000 runter drehen, das reicht nicht. Ich habe auch versucht, ein rotes Bild bildschirmfüllend auf dem Desktop anzeigen zu lassen, das als Vorgabe zu nehmen, aber auch das geht nicht. Oder kann man den Wert als Zahl in die Kamera tippen? Wohl eher nicht. Ich stehe auf dem Schlauch *grummel*.
        Erhole dich gut und da das Wetter eh mies ist, schlaf dich aus 😀 ;-). Wenigstens sparst du die Sonnencreme 😉
        Grüße von der Sturmfront, Conny

        9. Juli 2015 um 12:06

        • Moin Conny,
          genau, Filter drauf und das Foto für den manuellen WB verwenden. Anscheinend mag deine Kamera das nicht. Ich sehe dann zwar eisige Bilder auf dem Kameradisplay, wenn ich die Aufnahmen dann später in Lightroom betrachte sind die allerdings auch knallrot. ich hab mich schon öfters gefragt, wozu ich eigentlich den manuellenWB mache, wenn man anschließend im RAW Konverter davon nichts sieht. Der WB ist auch bei mir bei 2000K auf Anschlag, da kann ich auch nix mehr machen. Hier kommt jetzt das Kameraprofil in’s Spiel um den Weißabgleich auszutricksen. Ich habe mir hierfür den Adobe DNG Profile Editor geladen. Man öffnet mit diesem Programm ein rotes Bild und kann nun den Weißabgleich bis auf Anschlag runterregeln und erhält ein kaltes blaugraues Bild. Dies muß man als Profil abspeichern und das ist der ganze Spuk. Das Kameraprofil taucht anschließend automatisch unter den anderen Kameraprofilen in Lightroom auf und kann nun auf alle nachfolgenden Infrarotbilder angewendet werden. Ist eine einmalige Angelegenheit. Ohne dieses Kameraprofil wüßte ich nicht wie man sonst die anschließende Bildbearbeitung durchführen sollte.
          Was die Hotspots angeht, ist mein Wissen auch nur sehr bescheiden. Ich meine, das Böse sitzt im Glas, der Filter oder die Kamera sind unschuldig. Ich meine, es nutzt noch nicht einmal ein Kameraumbau etwas, wenn das Objektiv den Filter nicht mag, kann man sich selbst diese Möglichkeit sparen. Billig ist sowas ja auch nicht. Im Grunde genommen könntest Du nur noch einige Objektive auf Mietbasis ausprobieren, um zu schauen welche Modelle da evtl. in Frage kommen.
          Mehr fällt mir im Moment auch nicht zu diesem Problem ein.
          Sorry übrigens für die erste kurze Antwort heute morgen, war etwas unter Zeitdruck.
          LG Kiki

          9. Juli 2015 um 17:35

          • Schön, dass wir uns doch dieselben Fragen stellen, denn im RAW ist der WB egal, denke ich auch. Den DNG Profile Editor schaue ich mir an und hoffe, das bringt mich ein Stück vorwärts :-). Danke für deine hilfreiche Antwort!

            9. Juli 2015 um 18:48

            • Moin
              ich noch mal…;-) Du kannst ja mal versuchen bei der Kamera den Kelvinwert einzugeben, wenn sie den manuellen Weißabgleich nicht fressen will. Bei meiner Knipse ist es im gleichen Menü zu finden, wo auch der Weißabgleich festgelegt ist. Ein schlichtes „K“ kennzeichnet diese Funktion. Ich kann den Wert bis 2500K runterdrehen, das entspricht etwa dem, was auch in Lightroom angezeigt wird. Auf das RAW hat es wohl wirklich keinen Einfluß, das denke ich mittlerweile auch, aber im Display der Kamera wird ja ein jpeg angezeigt. Zur Kontrolle des erwünschten Wood Effektes finde ich das eigentlich ganz hilfreich, wenn man schon vor Ort ein „kaltes“ Bild betrachten möchte. Ich werd das bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren, ob man das auch so regeln kann.
              LG kiki

              10. Juli 2015 um 00:18

  8. Very interesting! I wish I spoke or read German, but I think maybe you did an Infrared type of processing?

    1. August 2015 um 18:23

    • Both I did. I used an infrared filter during this little photo session, but I’m not very satisfied with the results. Could be a little bit more „wood-effect“ in the pictures. But it was my second try in this kind of photography. I’m still learning… 😉

      1. August 2015 um 20:40

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