Fotoblog

Jahreswechsel

In der Silvesternacht war ich wieder an der Weser. Kleines Feuerwerk inmitten netter Menschen. Kein großer Massenandrang, sondern einfach nur ein paar Anwohner, die mit mir zusammen das neue Jahr begrüßten. Die große Knipse blieb zuhause, wozu auch, die stört bei solchen Gelegenheiten nur. Da kommt bei mir das Smartphone zum Einsatz. Ich knips eigentlich recht viel mit dem Ding, allerdings hab ich bisher nur Wischerbilder gezeigt. Angeregt wurde ich jetzt durch Werner’s Beitrag in seinem Blog über das Fotografieren mit dem Smartphone und die Spontanität in der Fotografie, welche ganz andere Motive und Ideen fördert, die ich mit der dicken Kamera nie so umsetzen würde. Käme gar nicht auf den Gedanken 😀

Was mir das Smartphone bietet, sind eher die kleinen alltäglichen Momente und Gefühle festzuhalten, man weiß, wann es passt. 😉

Wie in dieser Nacht an der Weser. Dunkel, kalt und viel Rauch. Verwackelte und verrauschte Bilder, aber so war es eben 😉

Weser 1

Weser 2

Weser 3

 

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20 Antworten

  1. Die sehn original aus wie mein alten Kodakmatic oder wie das Ding hieß. Liegt noch hier rum.
    Sehr 70er-like. Also saugeil.

    6. Januar 2016 um 01:49

    • Vielen lieben Dank.
      Es gibt so gewisse Apps, da macht es einfach Spass. Was soll man in solchen Situationen auch großartig machen. Kein Licht, nur viel zu viel Rauch. 😀 Manchmal passt es einfach. 😉

      6. Januar 2016 um 14:37

  2. Die Bilder sind echt so geil abgerockt!!! Klasse!!! Gefaellt mir megagut. Du hast Recht, fuer manche Sachen ist das Smartphone besser. Vielleicht kommt diese Authenzitaet ja auch durch das Gefuehl an etwas erinnert zu werden, so wie ‚autopict‘ ja oben auch schreibt.

    6. Januar 2016 um 13:02

    • Vor allem stellt das Smartphone bei den Leuten keine Bedrohung dar, wie eine große Kamera. 😀 Natürlich spielt dieser gewollte Retrocharme auch eine Rolle, wenn es um den Begriff Erinnerungen geht. Die Canon kann nur Bilder schießen, ich konnte knipsen und gleichzeitig Neujahrsgrüße verschicken. 😀

      6. Januar 2016 um 14:45

  3. Hi Kiki
    gebe dir vollkommen Recht. In solch einer Situation wären die grossen Babys total fehl am Platz. Und richtig, es geht um spontane Momente festzuhalten mit allem Drum und Dran. Für solche Situationen eignen sich Smartphones super gut. Es geht ja eben drum, Momente festzuhalten und nicht Profimässige Kunstwerke zu erstellen. Und inzwischen sind ja so iPhones und Co. recht gut. Und mit der Kleinen kann man auch eher unbemerkt mal abdrücken;-) Da bleibt dann auch mehr Spontanität.
    Hoffe du hast das 2016 gut gestartet.
    Habe meine D800 wieder frisch geschniegelt und gestriegelt zurück. Nun ist aber das Wetter im Eimer 😦 Na ja, irgendwann wird’s ja dann wohl klappen dass ich auch wieder abdrücken kann. sieche eh nur zu Hause rum. Zahnarzt hat mir das Zahnfleisch aufgeschnitten und seitlich hochgeklappt und mit Stichen festgemacht. Muss diesmal doch etwas leiden und ernähre mich von Yoghurt und Kartoffelbrei 😀 Na ja, nach den Feiertagen das perfekte Fasten 😀 Bis dahin, liebe Grüsse Thee

    6. Januar 2016 um 14:55

    • Moin Thee,
      auweia, Schnute dick, kein guter Start in’s neue Jahr. Aber eine geputzte Cam ist auch fein. Gräm dich nicht wegen des Wetters, hier ist es genauso trübe, dazu viel Schnee, das kennt der Norddeutsche überhaupt nicht mehr. Es ist ein Chaos auf der Strasse…
      Mit dem Smartphone bin ich irgendwie spontaner und entspannter, keine Ahnung warum. Einige Bilder gehen nur mit der kleinen Kiste 😀
      LG kiki

      6. Januar 2016 um 18:35

  4. JOLOMY

    Zum Thema Technik führte Henri Cartier-Bresson u.a. aus:

    „Die Phototechnik soll nur dazu da sein, Aufnahmen zu ermöglichen, sie ist wichtig, man muss sie beherschen, um wiederzugeben, was man sieht; nur das Ergebnis zählt.“ (Images à la sauvette, Paris, Verve, 1952)

    6. Januar 2016 um 17:43

    • Ob Herr Bresson in der heutigen Zeit auch ein Smartphone in der Tasche hätte?

      6. Januar 2016 um 18:36

      • JOLOMY

        Möglich, aber wohl eher nicht zum fotografieren,

        „… denn zwischen Auge und Kamera ist eine intime Beziehung entstanden. Sie ist die Verlängerung meines Auges …Eine andere wichtige Tatsache ist der Sucher vor dem Auge, ebenso direkt wie der Blick …“

        Allerdings stellt eine Leica Sucherkamera eine besondere Herausforderung dar, denn man sollte die Fähigkeit haben, das Foto, welches man machen möchte, im Kopf zu visualisieren. Denn Farbkontraste oder Schärfe/Unschärfe bildet der Durchsichtsucher nicht ab. Dafür erfasst das Auge exakt den Moment der Belichtung, da die Auslöseverzögerung weniger als 20 Millisekunden beträgt und kein Spiegel den Sucher blockiert.

        Eine A-1 hätte er vermutlich einer EOS D5 wegen der Auffälligkeit vorgezogen, obwohl der digitale Prozess schon reizvoll ist.

        6. Januar 2016 um 21:10

      • JOLOMY

        Ein Artikel in der Jubiläumsausgabe der Zeitschrift „National Geographics Deutschland“ vom Oktober 2013 widmet sich ausführlich dem Genre Smart Phone Bilder, hier fotografiert von gewerblichen Fotografen. Alle gedruckten Bilder sind farbig und mit Filterprogrammen (Apps) nachbearbeitet worden. Die Motive umfassen grundsätzlich nur alltägliche Szenen aus dem Leben von Menschen – mit sparsamen Farbkontrasten und einer sorgfältigen Bildkomposition gestaltet – abgestimmt auf die winzige quadratische sRGB-Ansicht. Trotz des „Briefmarkenformats“ in karger Auflösung sowie „falschen Farben“ beeindrucken diese Schnappschüsse, umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Lichtbildner weder über einen optischen Sucher noch über ein Stativ für die Komposition vor Ort verfügten!

        7. Januar 2016 um 08:55

        • Wenn der Moment passt, kommt es nicht immer unbedingt auf die Technik drauf an, sondern auf die Fähigkeit mit dem zu arbeiten, was man gerade dabei hat. Da spielt das Smartphone heutzutage eben eine große Rolle. Natürlich kommt auch viel Müll dabei rüber, aber bei einigen Leuten wäre es auch nicht besser geworden, wenn sie eine „richtige“ Kamera in der Hand gehabt hätten. Klingt hart, ist aber so. Idee, Komposition und Visualisierung entstehen im Kopf und nicht auf dem Sensor/Film. Daran arbeitet man sein ganzes Hobbyfotografenleben ab. 😉

          7. Januar 2016 um 20:23

          • JOLOMY

            Genau, so ist es!

            7. Januar 2016 um 21:52

  5. Schöne, stimmungsvolle Momentaufnahmen. Ich finde es bei der Smartphonografie immer wieder erstaunlich, dass offenbar versucht wird, mit der neuesten Technik alte, längst vergangene Techniken zu simmulieren. Das ist weder gut noch schlecht. Das ist erstmal einfach nur ein bemerkenswertes Phänomen. Gruß – KUM

    7. Januar 2016 um 16:09

    • Naja, es ist wohl auch so eine Art Trend. Außerdem liegt die Faszination wohl in der Einfachheit, wie solche Bilder entstehen. Viele die solch eine kleine Smartkiste benutzen, kennen diese „Filter“ nur aus den Erzählungen Älterer. Das mag wohl ein zusätzlicher Reiz sein. Ist bei Schallplatten übrigens ähnlich zu beobachten.
      LG kiki

      7. Januar 2016 um 20:05

      • JOLOMY

        Mit Foto-Apps für Smartphones wie Instagram oder Hipstamatic können auch Amateure ihre Bilder leicht manipulieren: Farben sättigen, die Fotos aufhellen, sie auf alt trimmen oder zerkratzen, damit sie künstlerisch, hyperrealistisch oder historisch wirken. Solche Bilder vermitteln uns eher, wie sich der Mensch HINTER dem Objektiv fühlte, als dass sie dokumentieren, was sich VOR der Kamera abspielte. (James Estrin, NGD, 2013)

        Fotoamateure, die die moderne Digital-Technik beherrschen, vermögen jedoch den Augeneindruck vor Ort in eine Photographie zu übertragen – beispielsweise gewinnt ein Osterfeuer am Elbstrand zur blauen Stunde belichtet, sichtbar durch die Wahl der Farbtemperatur in der Nachbearbeitung, um das gelb-orange Feuer vor der blauen Szene im Farbkontrast anzuheben. Für das gerahmte Wandbild im Format 20×30 cm oder für die Ansicht am 32″ LED Monitor, lassen sich zusätzlich die Tiefen (Farbig Nachbelichten @ 5%) sowie die Lichter (Weiches Licht 20%) verblenden. Farben simulieren auch 3D-Effekte: hier Vordergrund: Personen im Feuerschein, Mittelgrund: großes Osterfeuer in warmen Farben und im Hintergrund der kalte, blaue Himmel sowie die graue Elbe mit Leuchtbojen und Schiffsverkehr.

        8. Januar 2016 um 09:03

      • Da ist was dran. Auch mich zieht es zu weniger PSE und mehr Einfachheit in der Bild-Bearbeitung. Ganz ohne geht’s aber nicht. Ich will Effizienz bei einem Höchstmaß an Kontrolle 😉 Gruß – KUM

        8. Januar 2016 um 13:44

  6. Jaaaaaaa, sehr cool – Du schreibst mir aus der Seele. Momentan geht es mir genauso. Die Eindrücke, die du hier eingefangen hast, sprechen Bände. MAG ICH!
    Lg,
    Werner

    8. Januar 2016 um 10:47

    • Vielen lieben Dank Werner,
      einfach abdrücken und ohne weiteres Getüddel am Computer ist das Bild da. Man hat eine dicke Kamera, viel Zeugs für die Bildbearbeitung und dann kommt so eine kleine Kiste und zaubert in kurzen Klicks ein Bild, welches genau das darstellt was man in dem Moment festhalten möchte. Wer diese Einfachheit verschmäht weil es ja eigentlich nur ein Telefon ist, hat meiner Meinung nach den Sinn der Fotografie nicht verstanden. 😉
      LG kiki

      10. Januar 2016 um 17:38

    • JOLOMY

      Zunächst mit der von Kodak vor über 100 Jahren eingeführten Boxkamera und später ab 1972 mit den Pocketfilmkameras (110er Kassetten) konnten alle Amateure lebendige Bilder von Familie und Freizeitaktivitäten für kleine Bilderserien auf Fotopapier fotografieren. Heute sind es die Smartphones und andere mobile Geräte, die Sofortbilder oder Video Clips im Spielkartenformat einfach per Geste vollautomatisch in Farbe (mit Ton) liefern.

      11. Januar 2016 um 12:06

      • JOLOMY

        Nachtrag zur obigen Historie: Ich begrüße diese Entwicklung sehr, denn jede Konzentration auf die Bedienung von Kameras unterbricht den „Flow“ beim Photographieren! Und viele Motive warten nicht darauf, bis die „PRO DSLR“ aus der Tasche gezogen, „hochgefahren“ und ein Programm gewählt wird. HCB stellte bereits 1952 klar: „Man muss sich wohlfühlen mit der Kamera, die dem entspricht, was man vorhat.“

        11. Januar 2016 um 17:10

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