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Dawit Garedscha

Auf meiner kleinen Georgienreise verschlug es mich auch tief in den Süden, direkt an die Grenze zu Aserbaidschan. Das Kloster Dawit Garedscha liegt isoliert inmitten der kaukasischen Steppe und wird heutzutage wieder von Mönchen bewohnt. Zur Zeit sowjetischer Besatzung war dieser Teil militärisches Sperrgebiet, später waren dort Teile der georgischen Arme untergebracht. Heute kommen, außer den Gläubigen, nur noch Touristen in diese Gegend.

Dawit Garedscha

Früher durfte man oft auch die Höhlenwohnungen der Mönche besichtigen, die in den Felsen geschlagen wurden. Im Zuge der immer größeren Besucherströme verzichten die Burschen mittlerweile darauf. Zuviel Unruhe… 😉

Dawit Garedscha

Das eigentlich interessante befindet sich auf dem Hügel hinter dem Kloster, wo man nach einem kurzen, anstrengenden Aufstieg erst einmal einen großen Rundblick über die kaukasische Steppe genießen kann. Wenn man es ganz genau nimmt, befindet man sich ab jetzt schon in Aserbaidschan.

Steppe

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Es sind die Höhlenkapellen mit ihren jahrhundertealten Fresken, die hier die Aufmerksamkeit der Besucher wecken. Viele der Höhlen sind mittlerweile von Erdbeben zerstört worden oder durch Bomben, als die Rote Armee diese Gegend als Truppenübungsplatz benutzte.

Höhlenkapelle

Fresken

Fresken

Bevor am anderen Ende des Hügels der Weg wieder zum Kloster hinunter führt, trifft man auf ein kleines altes Steinhaus, wo die Grenzbeamten Aserbaidschans es sich gemütlich machen. Die Jungs waren gut drauf und ich durfte mich noch ein wenig in der Gegend umschauen.

Vielen Dank dafür 🙂

Steppe

2007 wurde die Klosteranlage zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

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20 Antworten

  1. Was für eine abgefahrene Landschaft! Ich kann mich gar nicht sattsehen.

    Vielen Dank für diesen kleinen Ausflug, Kiki!

    15. Januar 2016 um 12:42

    • Vielen lieben Dank Cynthia,
      es war echt total klasse dort. Ich mag diese kargen Landschaften sehr und ein wenig Kultur bekam man auch vermittelt. 😉
      LG kiki

      15. Januar 2016 um 21:03

  2. Boooh….!!!

    15. Januar 2016 um 18:00

    • Vielen Dank.
      Ein vielleicht etwas ungewöhnlicher Ort, aber sehr spannend. 🙂

      15. Januar 2016 um 21:05

  3. Toll !

    15. Januar 2016 um 19:18

    • Vielen Dank. Es lohnt sich wirklich, wenn man mal zufällig in der Nähe ist 😉

      15. Januar 2016 um 21:06

  4. Da hat ja mal richtig Spaß gemacht deinen Reisebericht zu lesen. Was für eine faszinierende Landschaft. Super festgehalten durch deine Fotos. Das Foto mit dem Blick in die Kaukasische Steppe ist echt der Hammer. Auch das Kloster selbst sie echt ‚anders‘ aus als man es von Klosterbildern erwarten würde. Es wirkt so integriert in die Landschaft und nicht andersrum. Da muss ich echt auch mal hin.
    LG, Markus

    15. Januar 2016 um 20:39

    • Mach das, Markus. Man kann diesen Ort auch bequem von Tiflis aus erreichen. Das Fahrzeug sollte einigermaßen robust sein, aber da haben die Georgier sowieso andere Maßstäbe als unsereiner. 😀
      Georgien ist echt cool, eigentlich war jeder Ort irgendwie klasse, aber dieses Kloster und die Wehrtürme Ushgulis sind dann doch etwas fester in Erinnerung geblieben 😉
      LG kiki

      15. Januar 2016 um 21:09

  5. Moin Kiki, heute morgen habe ich schon mit dem Smartphone vorbei geschaut, tolle, aber viel zu kleine Bilder :-). Jetzt, am Computer kann ich sie so richtig genießen. Hammer, vor allem das vierte Foto, überhaupt die Landschaftsansichten. Raues, karges Land, so sieht es besonders auf dem letzten Bild aus. Schön, dass du dich dort noch umsehen durftest. Schade, dass ich die Bilder nicht in richtig groß sehen kann :-(. Interessanter Ort, dieses Kloster. Wenn man es so in seiner Umgebung sieht, fragt man sich doch, wie das Leben dort wohl ausgesehen haben mag. Sicher unglaublich karg und still.
    LG, Conny

    15. Januar 2016 um 21:28

    • Moin Conny,
      es ist immer ein karges Leben dort gewesen. Das Kloster ist uralt, man kann auch einen Blick auf jahrhundertealte Bewässerungskanäle werfen, die nach wie vor dafür sorgen, daß man dort überhaupt leben kann. Mönchsein hat ja auch was mit Askese zu tun. Daher passt es ganz gut in die Landschaft 😉
      Unruhe bringen nur die Touristen. 😀 Ich mochte einfach diesen Ausblick über die Steppe. Mit sowas kriegt man mich immer 😉 Dafür laufe ich als Flachlandbewohner auch gerne mal bergauf. 😀
      LG kiki

      16. Januar 2016 um 00:16

  6. Wunderbar! Eine kleine Augen-Reise im grau/grau Winter. Und was für großartige Bilder! Man spürt richtig, wie Du dich von der Landschaft hast einfangen lassen. Der Eindruck muss grandios gewesen sein. Das erste und das letzte Bild sind meine Favoriten. Die Türmchen und Mauern passen sich der Landschaft an, sind Teil von ihr, stammen aus ihr. Der Landschaft selbst fehlt alles Liebliche. Beeindruckend. Gruß – KUM

    16. Januar 2016 um 13:35

    • Vielen Dank KUM.
      Erst war ich natürlich wieder angenervt, da es steil bergauf ging, als ich dann oben den freien Blick hatte, war die Stimmung schnell wieder gut. 😉 Diese karge Stimmung hat schon was. Einzig eine deutsche Reisegruppe nervte etwas, da sie ständig im Bild standen. Da fährste echt in die letzte Einöde und dann sowas! 😀
      LG kiki

      17. Januar 2016 um 12:35

  7. Hi Kiki
    danke dass du ein paar Impressionen zeigst von einer Welt die nicht unbedingt meine ist. Habe es nicht so mit den Ländern welche mehr als 500 km östlich von mir liegen. Na ja, nach Nordvietnam würde ich wohl nochmals gehen wegen der Landschaft dort. Bin sicher dass Georgien eine bewegte Geschichte hat und sicher einiges zu bieten hat. Schön dass du bw und color machst. Und die Architektur ist auch hoch interessant auch wenn dies ebenfalls nicht in mein Beuteschema passt 🙂 Anstatt zu fotografieren ärgere ich mich gerade mit technischen Problem. Die 2. Cam in APS C schreibt keine jgps, muss also gleich wieder zu Nikon CH fahren. Und Phtoshop liest die RAW nicht. Wollte das neuste Plugin installieren damit es upgedatet ist, geht aber nicht und Support Adobe kann nicht helfen. Super, nicht wahr? So verplämpere ich stundenlang am PC um Probleme zu lösen. Denke aber mein Vitamin B Level ist immer Keller, habe wenig Geduld.
    So wünsche ich dir ein tolles Weekend. Meine Wenigkeit darf heute wieder in die weissen Hosen steigen 😦
    LG aus der verschneiten Schweiz, Thee

    16. Januar 2016 um 15:53

    • Moin Thee,
      ich hab’s ja eher mit dem Osten, Georgien ist wirklich reich an Geschichte, man hört hierzulande wenig, aber dadurch wird es für mich interessant. Es liegt noch etwas abseits der großen Touristenströme und die Preise sind dadurch noch nicht versaut. Es wird aber nicht mehr lange dauern, dann ist dies auch kein Geheimtipp mehr… ich trage selber auch dazu bei 😉
      Ja… Kamerahersteller, Bildbearbeitungssoftware und Computerhersteller arbeiten ziemlich abgestimmt miteinander, damit der Nutzer auch immer schön in die Tasche greifen muß. Mit einer neuen Kamera fängt der Ärger dann oft erst an. Das verdirbt die Freude am fotografieren. 😦
      LG kiki

      17. Januar 2016 um 12:42

      • JOLOMY

        Ja, die Zusammenarbeit läuft reibungslos, da kein Standard bis heute etabliert werden konnte!

        Im Jahr 2002 konzipierten Kodak und Olympus das Four Thirds System mit definiertem Bildkreis, Bajonettdurchmesser, Auflagemaß sowie weiteren Normen. Dies erlaubte die Konstruktion nahezu „telezentrischer“ Optiken, die ohne Software Korrekturen von möglichen Aberrationen (Vignettierung, CA etc.) auskommen.
        Sogar der CCD Sensor von Kodak war auf die Anforderungen des neuen E-Systems abgestimmt. Um eine geringe Auslöseverzögerung und hohe Bildraten zu garantieren, verfügte die Olympus E-1 über 3! (drei) von einander unabhängig und simultan arbeitenden ASIC-Prozessoren. 2008 ersetzte MFT den MF Standard, da die Kunden offenbar noch kleinere Kameras ohne Spiegel wünschten und dafür Nachteile i.S. Bildqualität und Auslöseverzögerung offenbar in Kauf nahmen. Vielleicht war es auch entscheidend, das die MFT Kameras eine Handhabung in Abwehrhaltung mit ausgestreckten Armen, wie beim Belichten mit einem Smartphone ermöglichten?
        Selbst Adobe konnte ihr Digitales Negativ (DNG), trotz guter Marktstellung nicht wirklich etablieren! Bildreportagen gelingen im JPEG schneller und falls es manche Fotos doch einmal in eine Gallerie schaffen sollen, hilft meist eine professionelle Bildbearbeitung mit PS CC …

        19. Januar 2016 um 10:28

  8. Besuche auf deinem Blog sind beinahe Geographie- und Geschichtsstunden. 🙂 Toll! Wieder was gelernt.
    Dein S/W Ansichten sind wirklich imposant. Man bekommt als Betrachter einen Einblick in das Leben und die Landschaft. Danke, Kiki!

    Lg,
    Werner

    18. Januar 2016 um 15:08

    • Vielen lieben Dank Werner.
      Auch ich lerne auf jeder Reise etwas dazu. Es ist immer wieder spannend und erlebnisreich wenn man den Dingen vor Ort begegnen kann. Das prägt sich besser ein, als so mancher Schulunterricht. 😉
      LG kiki

      18. Januar 2016 um 19:44

  9. Schöner und spannender Ort. Tolles Foto natürlich auch. S/W kommt hier besonders gut.

    20. Januar 2016 um 20:54

    • Ich hatte so gar keine Vorstellung, was mich dort erwartet und war überwältigt. 🙂

      23. Januar 2016 um 19:33

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