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Das liebe Geld

Mit dem Ersparten hat man im Moment seine liebe Mühe. Zumindest die, die überhaupt etwas beiseite legen können. Zinsen kennt man nur noch von früher und je mehr Zaster, desto größer die Sorgen in einer Zeit, wo selbst Steueroasen das petzen anfangen oder irgendein Schlingel eine CD brennt. :mrgreen:

Das ist dann immer die Zeit, wo man in echte Sachwerte investiert. Es geht doch nichts über Beton, je mehr, desto besser.

Prora

 

„Für Kapitalanleger“ so steht es in den Werbebroschüren. Große und kleine Wohnungen für die, die mit den Preisen in Binz oder Sellin nicht mithalten können oder auf Sylt nix mehr abbekommen haben. Direkte Strandlage ist garantiert und freier Blick auf die Ostsee natürlich auch.

Prora

 

Prora

 

Lange Strandspaziergänge vor dem eigenen Heim sind doch was feines und wenn man mal keine Zeit hat, vermietet man einfach. Da kann kein Sparbuch mithalten.

Prora

 

Prora

 

Zu finden ist es recht einfach. Nur dem Wegweiser mit der Aufschrift „KdF Seebad Rügen“ folgen und schon ist man da. Ein Name der so alltäglich klingt wie alle anderen Orte auf dieser Insel und doch ist er es nicht.

Kann man Geschichte wirklich einfach wegsanieren?
Prora

 

Prora

 

 

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16 Antworten

  1. hi Kiki,
    tolle Serie! bw oder c, gut gewählt. nun kommen meine letzten Tage hier in Canada. Im Gepäck paar tausend Bilder😜
    vermisse jetzt schon die Tundra.
    liebe Grüsse aus dem Canackenland, Thee

    5. September 2016 um 03:36

    • Moin Thee,
      freue mich schon, wenn du die ersten Ergebnisse zeigst. Auf Rügen ist nicht einmal die 16GB Speicherkarte voll geworden 😉 Aber gut, ich bin da auch Wiederholungstäter 😀
      LG kiki

      5. September 2016 um 10:53

      • Obwohl Einiges ganz falsch lief, habe doch ein paar Vögel im Kasten. Aber meine Erwartungen waren höher. tja…
        LG Thee

        5. September 2016 um 13:14

  2. Es gibt so Objekte, in denen ich nicht wohnen möchte, weil sie unrühmliche Geschichte atmen.

    5. September 2016 um 05:14

    • Ich möchte dort auch nicht wohnen. Die Vergangenheit bleibt immer präsent und es ärgert mich, daß damit noch Werbung gemacht wird.

      5. September 2016 um 10:57

  3. Hallo Kiki,
    die Gegend ist schon spektakulär….wenngleich vielleicht nicht gerade im Hochsommer….:-)
    Und Beton kannst du dort genug bekommen wenn du die nötige Kohle mitbringst…
    Lieber Gruss, Jürgen

    5. September 2016 um 08:43

    • Moin Jürgen
      der Hochsommer ist ein Zugeständnis an meinen Männe, der sich auf Rügen die Zeit auf dem Golfplatz vertreibt. Das ist dort tatsächlich bezahlbar und der Platz direkt am Jasmund ist einfach schön. Für Prora sind immer schlechtere Tage gesetzt, dann habe ich am Strand freies Schußfeld. 😉
      Kohle für Immobilien hab ich sowieso nicht und selbst wenn, würde mich dort nichts hinziehen. Selbst wenn das Gebäude nicht diese gruselige Vergangenheit hätte, wären es mir dann doch etwas zu viele Nachbarn.
      LG kiki

      5. September 2016 um 11:07

  4. Eine schöne Serie hast du entwickelt. Die Augen gehen ohne Hindernis mit. Und das Spiel mit der Schärfe ist auch mal wieder fein durchkomponiert. Damit wird gespenstische Atmosphäre so richtig plastisch. Gruß – KUM

    5. September 2016 um 20:46

    • Ich glaube auch, daß sich dort noch ein paar Geister herumtreiben. Die lassen sich auch durch eine Luxussanierung nicht vertreiben 😉 Danke für deine Geduld bei meinen Tiltexperimenten 😉
      LG kiki

      8. September 2016 um 18:27

  5. Moin Kiki, dann ist es gut, dass du die geschichtsträchtigen Ruinen fotografisch festgehalten hast. Tolle Serie, allerdings sieht es eklig kalt aus, wie im Herbst. Sommer 2016…..
    Ja ja, die Idee, ein paar Euronen in Beton anzulegen, habe im Moment viele, weswegen es sich schon nicht mehr lohnt, da zahlt man oft drauf, weil die Preise total überzogen sind. Besser wäre, man könnte Beton auf den Markt schmeissen, denn dann droht der Supergewinn 🙂 . Aber wer hatte das schon auf dem Sparbuch oder im Schließfach…. Also bleibt nur, aufzupassen, dass das Kleingeld nicht von allein immer weniger wird…. 😦
    LG, Conny

    6. September 2016 um 11:52

    • Moin Conny,
      so ein Wetter halten wir Nordlichter doch ganz lässig im T-Shirt aus. 😉
      Ja, man muß schon sehr aufpassen, Geldfallen lauern überall und es wird immer maßloser. Man wundert sich allerdings immer wofür noch was übrig ist, wenn gleichzeitig die Grundbedürfnisse in der Infrastruktur leiden müssen. Mal schauen, was da noch auf uns zukommt.
      LG kiki

      8. September 2016 um 18:32

  6. Geschichte sollte man nicht wegsanieren… Sondern respektvoll in Gegenwart und Zukunft einbetten. – Die Betonklötze auf Rügen sind ja nun mal Bestandteil unserer „Kultur“ (ich sage das mit aller Vorsicht 🙂 ) . Vielleicht als Invest mit Zinsen für die Zukunft?
    Lg,
    Werner
    PS: Starke Serie. Ich mag die Fotos.

    6. September 2016 um 12:43

    • Moin Werner,
      ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Geschichte und Kultur ist ein guter Zins für die Zukunft. Man muß sich halt fragen, wie man den am besten anlegt. 😉 Ob hier die richtige Wahl getroffen wurde, läßt mich ein wenig zweifeln. Dafür hat das Gebäude zu viele Geschichten zu erzählen.
      LG kiki

      8. September 2016 um 18:36

  7. Yo, Beton ist das neue Schwarz! Super schön in den Farben reduziert und die Tristesse schön transportiert. Wusste gar nicht, dass Rügen auch so aussehen kann. Aber irgendwie hat es auch was wildes und raues, was sich im Kontrast zum netten Strand als was interessantes darstellt. Haste ja auch genauso festgehalten.
    LG, Markus

    7. September 2016 um 11:47

    • Moin Markus,
      bei schlechtenm Wetter wirkt es etwas trist, ist es aber eigentlich nicht. Im Hochsommer steppt hier der Bär und es ist echt schön, auch wenn es manchmal etwas zuviel Besucher sind 😉 Ein Kollege von mir hat dort früher auf dem Dach des Gebäudes bei einer illegalen Technoparty getanzt. War nur etwas vertrackt, da wieder den richtigen Weg heraus zu finden, da man sich in den riesigen Gebäuden schon ein wenig verlaufen konnte…
      LG kiki

      8. September 2016 um 18:43

      • Das sind beliebte Orte? Cool! Hätte ich gar nicht gedacht.
        Wie man so schön sagt: Was im Technoparty-Haus passiert, bleibt auch im Technoparty-Haus! …hmm, ne, ich glaub das war die Damentoilette oder Konferenzräume oder so… 😀
        LG, Markus

        11. September 2016 um 20:15

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