Fotoblog

Gegenwart

Armenien ist reich an alter Geschichte. Das Christentum, der Ararat, dazu viele uralte Kirchen, von denen gefühlt fast jede zweite einen UNESCO Stempel bekommen hat. Die Reiseprospekte sind da sehr euphorisch, viel Kultur, gute Küche, kurze Wege und schöne Natur.

Was existiert denn abseits dieser touristischen Werbetrommel? Neben dem Sevansee verbrachte ich auch ein paar Tage im Süden des Landes. Die Kleinstadt Goris hatte ich mir ausgeguckt. Natürlich mit Welterbekloster in der Nachbarschaft und gleichzeitig ein Zwischenstop vieler Reisender auf dem Weg in den Iran. Da wollte ich nun nicht hin, statt dessen bekam ich einen ersten Eindruck, wie es in diesem Land abseits der Touristenwerbung aussieht. Ernüchternd, so war mein Fazit. Da konnte auch die wunderbare Gastfreundschaft der Armenier nix dran ändern. Unentschlossen bin ich auch, wie ich die Bilder hier beschreiben soll, also lasse ich das besser.

Trotz kalter Nächte in ungeheizten Hostels, klapprigen Bussen auf kaputten Strassen und Schriften die ich mal wieder nicht lesen konnte, hab ich diese Zeit in guter Erinnerung behalten. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so rüberkommt. 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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27 Antworten

  1. Liebe Kiki
    wow, was für eine Serie, seeeehr eindrücklich. Da musst du keinen Kommentar dazuschreiben. Die Bilder sagen ALLES! Aber gut, dass du erwähnt hast wie es in den Prospekten aussieht, für alle die noch nie dort waren. Kann mir vorstellen dass sie Alles schönschreiben.
    Wie empfinden es die Leute dort? Kennen sie nichts anderes? Oder bemängeln sie das Leben dort?
    Ist schon krass, wenn man so gewisse Feriendomizile mit dem hier vergleicht….
    Die Strassen…. besser man hat kein Rückenleiden! 🙂
    Liebe Grüsse Thee

    20. Oktober 2017 um 03:16

    • Moin Thee,
      freu mich tüchtig, daß die Bilder hier so gut angenommen werden. Liegen ja schon eine Weile auf der Festplatte herum. Mir fehlt irgendwie ein Thema, wo ich die Sachen dann präsentieren kann. Ist ja auch nicht immer einfach zu erklären warum man solche Aufnahmen macht. Vor Ort reißt es einen dann doch immer mit, aus der Distanz des Betrachters oft unverständlich, zumindest wenn er Urlaubsfotos sehen möchte. 😉
      Die Leute dort wirken entspannt. Ändern können sie im Moment wenig, man arrangiert sich mit dem was man hat und bekommt. Die Jungen sind sehr positiv gestimmt, trotz hoher Arbeitslosigkeit. Dann geht man halt in’s Ausland, das machen sehr viele. Ändert allerdings nicht die Probleme im Land, aber man kann es den Menschen nicht übelnehmen, wenn sie woanders ihre Chancen suchen. Auf die Politik schimpfen alle gemeinsam, das ist bei uns ja nicht anders. 😉
      LG kiki

      20. Oktober 2017 um 18:26

  2. Beeindruckende Bilder! Düster und trist und etwas verloren, aber sie sprechen mich stark an. Ich habe keine Ahnung von diesem Land, würde gern mehr erfahren, aber ich kanne die Situationen, die einen selbst so zwiegespalten sein lassen, dass die Worte fehlen, das wirklich zu beschreiben. Das Bild von den drei Herren auf der Bank flashed.
    Eindrucksvoll.
    LG, Andrea

    20. Oktober 2017 um 13:00

    • Moin Andrea,
      ich kann nur sagen, bei Interesse selber gucken 😉 Ist ein wirklich interessantes Land mit sehr vielfältigen Eindrücken. Die Herren fand ich auch knuffig. Auf meine Frage hin ließen sie sich auch sofort fotografieren, alles sehr offene und freundliche Menschen. Passt eigentlich überhaupt nicht zu dieser Kulisse, aber so ist es nun mal 😉
      LG kiki

      20. Oktober 2017 um 18:28

  3. Also, das ist doch mal eine fantastische Zusammenstellung. Ich finde, jedes einzelne Foto wirkt für sich. Da wäre eine Serie gar nicht nötig gewesen. Aber das ist eher eine gutes Zeichen! Man wandert wie durch eine Ausstellung. Dein Umgang mit der Nachbearbeitung ist perfekt. ( … Äh naja, die Tilt-Shift Geschichte 😉 … ) Du dramatisierst nichts. Jedes Foto scheint in Anlage und Bearbeitung gut überlegt zu sein. Klasse! Gruß – KUM

    20. Oktober 2017 um 13:40

    • Ich kann nur sagen… VSCO macht alle froh 😉 Hab auch nur ein Tiltbild hineingeschummelt, fällt doch kaum auf 😉 Es ist eine merkwürdige Mischung in diesem Land. Eigentlich sehr traditionell, aber der Ostblock hat dem Ganzen eben auch seinen Stempel verpasst und rottet jetzt so langsam dahin. Gehört halt dazu 😉
      LG kiki

      20. Oktober 2017 um 18:34

      • Kann ich mir denken. Das hat seinen Charme. Wenn es zwischendurch auch mal was schönes gebe, außer der Landschaft und uralten Kirchen …

        20. Oktober 2017 um 20:08

        • Für Schönes war das Wetter zu schlecht 😉

          21. Oktober 2017 um 15:54

          • Es lag am Wetter? Du bist eine vorbildliche Reisende! 🙂

            22. Oktober 2017 um 12:18

            • Von solchen Nebensächlichkeiten sollte man sich nicht ablenken lassen 😉 Knipsen und weiter…

              25. Oktober 2017 um 22:06

  4. Moin kiki,
    das ist ganz stark! Ich dachte, wie KUM, an Bilder einer Ausstellung und das ganz im positiven Sinne. Die verschiedenen Szenenund Stile, Schwarz/Weiß und Farbe, am Tage und in der Nacht, Strassenfotografie…das ist einschließlich der Bildkomposition und Bearbeitung ganz hervorragend gelungen, weil jedes Foto nachwirkt. Da reicht einmal anschauen nicht aus. Zum Festsehen. Klasse, kiki!
    Liebe Grüße,
    Stefan

    20. Oktober 2017 um 17:48

    • Moin Stefan,
      vielen lieben Dank für diesen schönen Kommentar. Ich war ja etwas verunsichert, wie die Bilder hier so ankommen würden. Sieht ja im ersten Moment nicht unbedingt nach Urlaub aus 😉 Allerdings muß ich sagen, daß mich das Land schon ziemlich beeindruckt hat. Trotz aller Tristesse, die man an vielen Ecken betrachten „muß“ hat es sich doch im positiven Sinne bei mir im Gedächtnis verewigt. Ich werd auf jeden Fall wieder hinfahren. Vielleicht reicht es ja irgendwann für einen Bildband 😉
      LG kiki

      20. Oktober 2017 um 18:42

      • Das mit der Unsicherheit kenne ich gut, kiki. Manchmal sollte man nicht zuviel nachdenken. Gut das die Fotos es ans Licht geschafft haben. Sommer, Sonne usw. kann ja fast jeder 😉 Doch einen individuellen Blick auf Orte und Plätze fernab von Klischees zu gestalten, ist eine besondere Herausforderung die dir besonders gut gelungen ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Eindrücke wachsen müssen. Die Idee mit dem Bildband finde ich zudem gut. Ich drücke die Daumen 🙂
        LG,
        Stefan

        20. Oktober 2017 um 19:49

  5. Moin Kiki, „krass-coole Serie“ war das, was mir spontan einfiel. Das zweite Bild, der Mädels mit dem Regenschirm im Durchgang gefällt mir sehr, aber das folgende, in den Bus hineinfotografierte noch mehr. Die Frau hinter dem beschlagenen Fenster sieht aus, wie aus der Zeit gefallen. Großartiges Bild, wie ich finde! Insgesamt betrachtet, mag ich deine unterschiedliche Sicht und die unterschiedliche technische Umsetzung. Das finde ich immer wieder spannend, dass du auch auf Reisen mit der Technik spielst. Ich bin da meist nur mit den Motiven an sich beschäftigt.
    Liebe Grüße, Conny

    20. Oktober 2017 um 20:11

    • Moin Conny,
      ich kann dir gar nicht erklären warum das so kommt. Ich trödel viel, gucke in alle Ecken und dann passiert es einfach. Das Wetter war oft echt miserabel, die Frau in dem Bus hätte ich in dem Moment selber sein können.
      Die Tiltaufnahme hab ich einfach nur gemacht um den Blick ein wenig zu lenken. Das Gebäude ist ja ziemlich häßlich und heruntergekommen und trotzdem findet man so etwas anmutendes wie eine Tanz- und Ballettschule darin. Ich mag einfach solche Gegensätze…wenn ich sie finde 😉
      LG kiki

      21. Oktober 2017 um 16:05

  6. Hi Kiki
    Die Bilder sind auf jedenfall toll! Wie kommt man auf die Idee mit Armenien? Bei deinen Bildern bekomme ich gleich Lust mich in ein Flugzeug Richtung Armenien zu setzen…
    LG Peter

    21. Oktober 2017 um 11:49

    • Moin Peter,
      ich war ja vor 2 Jahren in Georgien, da hab ich mich in den Kaukasus verliebt. Zum Glück ist alles noch etwas weniger touristisch, das wird auf Dauer nicht so bleiben. Das Essen schmeckt, sehr freundliche Menschen und auch viel Kultur zum gucken. Das finde ich interessant, auch wenn ich solche Bilder eher nicht zeige. Kulturelles existiert ja oft nur für den Moment der Besichtigung, danach wühlt man sich wieder durch den fremden Alltag. Das sind dann eher die Eindrücke die ich bildlich sammel.
      LG kiki

      21. Oktober 2017 um 16:14

      • Ist ja auch landschaftlich eine schöne Gegend. Auf jeden Fall gäbe es glaub ich eine Menge hoher Berge zum herumkraxeln für mich 😉 …vielleicht sollte ich auf meine Bucketlist schreiben…
        LG peter

        21. Oktober 2017 um 19:13

  7. D

    Ah wie toll! Da würde ich auch gerne mal hin.

    23. Oktober 2017 um 15:48

  8. Bärenstark…. puuh… beeindruckende Fotos, Kiki. In den Kommentaren ist alles gesagt.
    Lg,
    Werner

    24. Oktober 2017 um 09:54

    • Vielen lieben Dank Werner,
      ich mag es ja, wenn die Bilder nicht viele Worte brauchen. Es ist so wie es ist 😉
      LG kiki

      25. Oktober 2017 um 22:08

  9. Moin Kiki, tolle Fotoeindrücke und eigentlich fast zu schade, wenn das nur im Blog bleiben würde. Schon mal an ein Fotobuch oder Ausstellung gedacht? Schöne Grüße aus München. Helmut

    25. Oktober 2017 um 06:54

    • Moin Helmut,
      für ein Fotobuch ist das Material zu „dünn“. Es wäre auch vermessen nach einem 2-wöchigen Aufenthalt überhaupt dran zu denken. Es braucht etwas mehr Zeit um das überhaupt ansatzweise darstellen zu können. Dazu kommt noch der Faktor „Verständigung“. Daran hapert es oft am meisten in der Fremde. Man muß sich wesentlich intensiver mit den Menschen beschäftigen können, das käme dann auch den Bildern zugute.
      LG kiki

      25. Oktober 2017 um 22:12

  10. Moin,

    richtig geil. Weiss echt nicht wo ich anfagen soll…. ….sind sooo viel unterschiedliche und coole Sachen dabei. Jedes Bild koennte echt ein Einzelpost sei und man koennte stundenlang kommentieren. Es ist wirklich so viel dabei, was du in deiner Serie ansprichst und was mich neigierig auf mehr macht, Die Natur (geiles, mystisches erstes Bild), die Menschen (Bus, Maenner auf der Bank.. Hammer), das Stillleben, dass man an jeder Ecke in sich aufsaugen kann…. ….und super begeisternd auch die Nachtszenen. Da die Orte die du dort besucht hast, ja eh sch ein wenig ruhiger wirken, bekommen sie bei Nacht in deinen Bildern eine Aura, als ob die Zeit eingefroren ist. Sehr, sehr geile Fotostudie.

    Du, ich sag’s dir…da will ich auch noch hin!!!!

    LG, Markus

    26. Oktober 2017 um 10:13

    • Mach das mal, Markus.
      Ist echt ein tolles Land. Ich muß da auch wieder hin, werd immer ganz hibbelig, wenn ich mich durch die Bilder wühle. Die Natur ist dort an einigen Ecken echt wunderschön. Diese mystischen Felsen sind echt einen besuch wert. Leider verhinderte der Regen eine ausgedehnte Exkursion, da es einfach zu matschig auf den Wegen war und ich nicht unbedingt mit verstauchten Knochen Bekanntschaft machen wollte 😉 Aber man wird dann eben an anderen Stellen fündig 😉 Die Zeit ist an einigen Ecken stehen geblieben. Das prägt einfach eine Vielzahl der Orte dort. Aber das sollte einen nicht abschrecken lassen, du als Russlandkenner hast ja in deiner zweiten Heimat ähnliche Eindrücke gesammelt.

      LG kiki

      ps: sorry für die späte Antwort, dein toller Kommentar ist mir irgendwie durch die Lappen gegangen. Kaum bloggt man wieder etwas häufiger, verliert man schon den Überblick…

      3. November 2017 um 12:09

      • Also wir haben schon öfters drüber gequatscht, dort mal aufzuschlagen. Haben sogar einige entfernte Bekannte dort. Wäre natürlich echt ein fast Heimspiel, wenn man dort auch bei Einheimischen wohnt. Haben das echt schon oft gemerkt… …du bist einfach mittendrin. Aber echt, ich finde das schon cool, wie du immer wieder deinen Arsch hochkriegst und solche Reisen machst. Respekt echt! Kenne kaum Leute die das so durchziehen wie du!
        LG, Markus

        PS: ..kein Problem, echt. Ich weiß einfach… …auf dich ist Verlass! Alles easy!

        4. November 2017 um 19:28

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